- Von Joern Quitzau
- 31. Oktober 2011 | 09:17
„Es gilt das gebrochene Wort“ – niemand hat die Euro-Politik so prägnant auf den Punkt gebracht wie Hans D. Barbier im Dezember 2010. Seit Griechenland das Vertrauen der Finanzmärkte verloren hat und bis zum Kinn im Schuldensumpf steckt, haben Vertrags- und Wortbruch Hochkonjunktur. Zu den Grundfesten des Euro gehörte das Bailout-Verbot; also das Verbot, im Ernstfall für überschuldete Euroländer einzuspringen. Der Stabilitäts- und Wachstumspakt und das Bailout-Verbot waren die wichtigsten Waffen zur Schuldenprävention in Europa. Im Rückblick bleibt ernüchtert festzuhalten: Beide Waffen waren zu stumpf. Als es darauf ankam, wurde der Stabilitätspakt ignoriert und das Bailout-Verbot einfach zur Seite gefegt.
Zur Langfassung von „Ist der Ruf erst ruiniert…“
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- Von Joern Quitzau
- 28. Oktober 2011 | 10:46
Gehören Sie auch zu denjenigen, denen die Schuldenkrise wie ein großer Verschiebebahnhof vorkommt? Denn während die Politiker nach Wegen aus der Krise suchen und sie ein Rettungspaket nach dem anderen schnüren, türmen sich die Schulden weiter auf. Zurückgezahlt wird bislang nichts. Zu Recht fragen sich viele besorgte Bürger, wer am Ende dafür zur Kasse gebeten wird. Sie fragen: Wer soll das bezahlen?
Pessimisten vermuten, dass wir eine kräftige Inflation bekommen werden. Also Sanierung der Staatsfinanzen durch Geldentwertung. Schwarzmaler erwarten gar die Währungsreform. Doch ganz so schlimm wird es nicht kommen, die Krise dürfte ohne den großen Knall gelöst werden. Es wird weniger spektakulär, aber es wird ungemütlich. Der Traum vom Leben im Luxus – und das mit immer weniger Arbeit – ist geplatzt.
Zur Langfassung von „Wer soll das bezahlen?“
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