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Kapitalismuskritik in Davos

Die Systemdebatte hat nun auch die Wirtschaftsführer erreicht. Als sie in Davos unter sich waren, diskutierten die Top-Manager und Politiker über die Frage, ob sich das (einstige) Erfolgsmodell überlebt hat. Die öffentliche Kritik, medienwirksam vorgetragen von der globalen Occupy-Bewegung, hat also Spuren hinterlassen. Inhaltlich ist schnell beantwortet, ob das System noch zeitgemäß ist: Reformbedürftig ist die Art des Finanzkapitalismus, der uns den Schlamassel der letzten Jahre eingebrockt hat. Außerhalb des Finanzsektors – also dort, wo sonstige Dienstleistungen und physische Waren gehandelt werden – hat sich die Marktwirtschaft hingegen glänzend bewährt.

Die Systemdebatte ist also nicht so grundsätzlich wie in den siebziger und achtziger Jahren zu führen. Vielmehr muss heute eine gedankliche Trennlinie zwischen der Finanz- und der Realwirtschaft gezogen werden, um dann vorrangig die richtige Regulierung des Finanzsektors zu diskutieren. Wir haben diese Trennung in unserem Buch vorgenommen und verschiedene Lösungsvorschläge skizziert.

Zur Langfassung von „Kapitalismuskritik in Davos“
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