Die Geschichte der Deutschen mit Karl-Theodor zu Guttenberg geht weiter!
Wilde Tage liegen hinter uns. Horst Seehofer, der als Laudator für unsere Buchpräsentation vorgesehen war, sagt wegen der Affäre um Karl-Theodor zu Guttenbergs drei Tage vorher ab. Wir entschließen uns, keinen Ersatz zu suchen, sondern nur einen Moderator. Zum Glück sagt Kollege Christoph Schwennicke vom „Spiegel“ gleich zu. Am Montag ist der Ballsaal im Hotel Adlon gut gefüllt, 250 Journalisten und Medienleute sind gekommen. Die Diskussionen gehen auch um die Frage, wie lange Guttenberg das noch durchhalten kann. Es geht um Tage, sagen manche Besucher. Andere sind da vorsichtiger. Am Dienstagvormittag dann die Meldung: Guttenberg tritt zurück!
Müssen wir das Buch neu schreiben, werden wir oft gefragt in diesen Tagen. Nein, sagen wir, denn es erklärt ja gerade den Mann. Es zeigt, woher er kommt, wie er wirkt, es zeigt auch die Kluft zwischen perfekter Inszenierung und mangelnder politischer Substanz. Ist das nur das Wunschdenken der Autoren? Die ersten Rezensionen geben uns recht. „Die Biografie von Wehner und Lohse muss von morgen an nicht umgeschrieben, nur fortgesetzt werden, und den Autoren nimmt man es ab, wenn sie nun sagen: Die Entzauberung des Märchenprinzen überrasche sie nicht“, schreibt Elisabeth von Thadden heute in der „Zeit“. Und auch die „Süddeutsche Zeitung“ schreibt, das Buch zeige schon „das ganze Phänomen Karl-Theodor zu Guttenberg“.
Zur Langfassung von „Die Geschichte der Deutschen mit Karl-Theodor zu Guttenberg geht weiter!“

