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Raus aus dem Euro?

Wie tief die Schuldenkrise bislang auch ging, ein Tabu wurde nicht angetastet: Der Zerfall des Euro. Inzwischen gibt es allerdings erste Presseberichte darüber, dass die Politik ihre strikte Haltung aufgibt und zumindest für Griechenland Austrittsszenarien entwickelt. Wenn es nach der Stimmungslage der deutschen Bevölkerung ginge, wäre Griechenland schon längst aus dem Euro-Club rausgeflogen. Doch wäre die Aufspaltung des Euro tatsächlich die lang ersehnte Lösung?

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Wer soll das bezahlen?

Gehören Sie auch zu denjenigen, denen die Schuldenkrise wie ein großer Verschiebebahnhof vorkommt? Denn während die Politiker nach Wegen aus der Krise suchen und sie ein Rettungspaket nach dem anderen schnüren, türmen sich die Schulden weiter auf. Zurückgezahlt wird bislang nichts. Zu Recht fragen sich viele besorgte Bürger, wer am Ende dafür zur Kasse gebeten wird. Sie fragen: Wer soll das bezahlen?

Pessimisten vermuten, dass wir eine kräftige Inflation bekommen werden. Also Sanierung der Staatsfinanzen durch Geldentwertung. Schwarzmaler erwarten gar die Währungsreform. Doch ganz so schlimm wird es nicht kommen, die Krise dürfte ohne den großen Knall gelöst werden. Es wird weniger spektakulär, aber es wird ungemütlich. Der Traum vom Leben im Luxus – und das mit immer weniger Arbeit – ist geplatzt.

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Ein Herz für Sarrazin

Nach Sarrazins Verbleib in der SPD und seinen erneuten Sticheleien, diesmal über die von der SPD geplante Migrantenquote (”Der Verstand kommt oder geht ja nicht damit, dass man Migrant ist…”) hat Bayerns SPD-Chef das Verhalten Sarrazins als “schizophren” bezeichnet. Er sei nicht mehr ganz dicht!

Das wundert nicht, denn nach dem grandiosen Erfolg seines Millionen-Bestsellers scheint Sarrazin tatsächlich an Bodenhaftung verloren zu haben. Die Zeiten waren ja auch äußerst hart für ihn. Als Querulant und Provokateur musste er sich beschimpfen lassen - das ist nicht fair. Verständlich, dass ihm jetzt die Gäule durchgehen. War es aber wirklich klug dieses Buch zu schreiben, ich meine auf die Gefahr hin, den Verstand zu verlieren? Ich denke, er hätte es wissen können, dass Geld allein nicht glücklich macht und manchmal sogar zu Realitätsverlust führt.

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Willkommen zu Hause

Im Flieger von Antalya nach Frankfurt, kurz vor der Landung der Turkish Airlines Maschine, sage ich zu meinem Mann: „Der Osterurlaub an der türkischen Riviera war schön, doch jetzt freue ich mich wieder auf unser Zuhause.“
„Freu dich nicht zu früh“, meint er mit leicht sadistischem Einschlag. „Die Passkontrolle wird dir schon die Laune verderben.“

Wie Recht er hat! Denn oft ist es ja so, dass er und unsere Tochter, die beiden EU kompatiblen Familienmitglieder, die beiden bleichen Nordlichter, ungehindert Richtung Ausgang spazieren. Der Rest der Familie, die schwarzen Schafe sozusagen, werden vor den Toren Europas abgefangen.

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