Susanne Schmidt

Autorenfoto Susanne Schmidt

Autoreninfo Susanne Schmidt

Susanne Schmidt, geboren 1947, ist promovierte Nationalökonomin. Die Tochter des Altbundeskanzlers Helmut Schmidt hat fast ein halbes Menschenleben in der Londoner City gearbeitet – dem neben der Wall Street weltweit wichtigsten Finanzplatz. Sie wurde 2009, wie so viele andere aus dem Sektor auch, von der Bankenkrise hart erwischt.

Die Londoner City – das europäische Epizentrum der Finanzkrise

1979 zog Susanne Schmidt in die englische Hauptstadt. Eine Karriere im deutschen Bankwesen, die sie eigentlich anstrebte, wäre wegen der damaligen Bedrohung durch die RAF schwierig gewesen. Bis 1991 arbeitete sie in der Londoner City im Großkundenkreditgeschäft: erst bei der Deutschen Bank, dann bei einem österreichischen Institut. 1991 wechselte sie zu einer japanischen Investmentbank und arbeitete dort als politische Analystin. Im Zuge der Krise der Schwellenländer wurde auch Susanne Schmidt im Sommer 1998 arbeitslos und orientierte sich neu. Sie begann als Moderatorin und Kommentatorin des Börsensenders Bloomberg-TV. Bis dieser 2009 seine Sendungen einstellte.

Ein halbes Leben in der Finanzwelt

Über dreißig Jahre hat Susanne Schmidt Erfahrungen in drei völlig unterschiedlichen Bereichen der Finanzwelt gesammelt. Und so Verständnis dafür entwickelt, wie die City „tickt“. Sie weiß, wovon sie spricht, wenn sie gierigen, jungen Bankern, ignoranten Aufsichtsbehörden und falsch beratenen Politikern beispielloses Versagen vorwirft.

Susanne Schmidt lebt auf dem Land außerhalb von London.

»Ich bin mit unserer Tochter nicht immer einer Meinung. Aber wenn wir uns beim Abendbrot über die Bankenwelt unterhalten, lerne ich jedes Mal dazu.« Helmut Schmidt

>> zum Blog von Susanne Schmidt

Coverbild Markt ohne Moral

Buchinfo zu „Markt ohne Moral“

„Was haben sich die Banker eigentlich dabei gedacht, als sie das ganze giftige Zeug ausgetüftelt haben?“ Susanne Schmidt

Die Finanzkrise hat die Welt an den Rand des Abgrunds geführt. Nur ein international koordiniertes Vorgehen konnte den völligen Kollaps der Weltwirtschaft verhindern. Doch ist ein Umdenken der Banker und Spekulanten in Sicht? Es scheint, als wollten die Verantwortlichen einfach zur Tagesordnung zurückkehren. Die Folgen wären verheerend. Die Bankerin und Börsenkommentatorin Susanne Schmidt warnt in ihrem investigativen Buch „Markt ohne Moral“ vor dem nächsten großen Crash.

Nie haben so viele durch so wenige einen so großen Schaden erlitten.

Die Arbeitslosenraten sind diesseits und jenseits des Atlantiks auf zehn Prozent emporgeschnellt. In Europa mit steigender Tendenz. Was mittel- und langfristig noch auf uns zukommt, wissen wir nicht. Um für die Zukunft das Schlimmste zu verhindern, sind gründliche Analysen nötig. Wie konnte es dazu kommen? Wo lagen die menschlichen und systemischen Schwachstellen? Was ist zu tun, um weitere Katastrophen zu verhindern?

Die öffentliche Hand hat die gigantischen Verluste der Banker mit Milliardensummen ausgeglichen. Dadurch hat sie den totalen Systemkollaps verhindert. Doch mit hoher Wahrscheinlichkeit, so Susanne Schmidt, hat sie so auch die Grundlage für die nächste, schlimmere Krise gelegt.

Die Finanzelite spielt weiterhin russisches Roulette

Susanne Schmidt mahnt dringend einschneidende internationale Regeln für die Finanz- und Börsenplätze an. Denn dort fahren die Handelnden fort, als sei nichts gewesen. Als kämpften nicht weltweit Millionen Menschen um ihre Existenz. Es muss mehr Transparenz geschaffen, Strukturen verbessert, die Funktionen im Bank- und Finanzsystem genauer getrennt und überwacht werden!

Susanne Schmidt schreibt aus persönlicher Sicht. Sie hat 30 Jahre lang im Finanzwesen, unter anderem in leitenden Funktionen gearbeitet. Sie weiß, wovon sie schreibt. Sie hat die Krise hautnah mitbekommen. Doch „Markt ohne Moral“ ist keine Abrechnung. Die Autorin kann sich nach wie vor mit dem Finanzsektor identifizieren. Umso wichtiger ist es ihr, das Desaster zu analysieren und zum Umdenken aufzufordern.

„Finanzmarktkrisen sind nichts neues (…) Aber für die nächste müssen wir besser gerüstet sein. Sie darf nicht wieder die Gefahr einer systemischen globalen Kernschmelze in sich bergen.“ Susanne Schmidt

>> zum Blog von Susanne Schmidt