Petra Reski
Buchinfo zu „Mafia“
Ein Mafioso hat kein schlechtes Gewissen, wenn er jemanden umbringt. „Ihn interessiert nur das Urteil seines Volkes, nicht das der Fremden. Genau wie ein Soldat, der sich im Krieg befindet, und der auch keine Schuldgefühle hat.“ (Petra Reski)
Bevor am 15.August 2007 sechs Kalabresen in Duisburg ermordet wurden, wunderten sich viele über das Interesse Petra Reskis an dem Thema Mafia. Und unterschätzten die Gefahr für Deutschland, die von dieser „dunklen Seite der Macht“ ausgeht. Denn die Mafia ist längst nicht mehr nur in Italien oder Sizilien zuhause. Das weiß man spätestens seit diesem blutigen Tag im August. Auch in Deutschland hat die Mafia Fuß gefasst und ihr Revier markiert.
Das neue Buch „Mafia“ von Petra Reski deckt auf, wie diese ganz und gar nicht „ehrenwerte Gesellschaft“ funktioniert und wie sie sich selbst und ihre Taten rechtfertigt. Petra Reski lässt ehemalige Mafiosi zu Wort kommen und führt den Leser in das Denken der Mafia ein. Sie hat für ihre langjährige Recherche zahlreiche italienische Fahnder, Staatsanwälte und andere Experten zum Thema Mafia interviewt. Auch vor ehemaligen Mitgliedern der Mafia machte sie nicht halt.
Und sie beschreibt in ihrem Buch, wie auch in Deutschland die Verbrechensorganisation im großen Stil ihren schmutzigen Verbrechen nachgeht. Denn die Mafia ist weltweit perfekt organisiert. Ihre Mitglieder findet man überall - unter Polizisten, Politikern, ja selbst unter Kirchenvätern. Ihre Vernetzung, ihr über den Tod hinausgehender Zusammenhalt, ihre Finanzkraft macht die Mafia zu einer Gefahr für Staat und Gesellschaft. Gemäß der Aussagen des im Duisburger Massaker ermittelnden Staatsanwaltes Nicola Gratteri fehlen besonders der deutschen Polizei etliche Werkzeuge, um mafiosen Machenschaften auf die Spur zu kommen. Werkzeuge, ohne die es unmöglich ist, einer Ausbreitung der Mafia in Deutschland Einhalt zu bieten.
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