Archiv für Autor „Christian Paul Füller“

Das Märchen vom bösen Grüffelo Privatschule

Oder: Warum die Privatschulen zu Unrecht die Prügelknaben der Nation sind

Die böse Privatschule! Sie gehört zu den schlimmsten Schauermärchen des deutschen Schulwesens. Ein Boom von Privatschulen, so heißt es, fege wie ein Tsunami über das deutsche Schulwesen hinweg, um es zu verwüsten.

Das ist Unsinn. Wie das Bildermärchen vom Grüffelo, jenem grauenhaften Fantasiewesen von Axel Scheffler und Julia Donaldson, das angeblich im Wald herumstreunt und gefährlich für andere Tiere ist.

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Die Tigerente quakt über Bildung

Die neue Regierung stolpert in Angela Merkels Bildungsrepublik

Vor gut einem Jahr rief Bundeskanzlerin Angela Merkel die Bildungsrepublik aus. Nun scheint es so weit zu sein – schenkt man den forschen Ankündigungen der neuen schwarz-gelben Regierung Glauben. Man wolle das Land bei Bildung und Wissenschaft “an die Weltspitze führen”, sagte Vizekanzler Guido Westerwelle. In der Überschrift der Koalitionsvertrags steht Bildung immerhin auf Platz 2. “Wachstum – Bildung – Zusammenhalt”.

Allein, niemand glaubt den Versprechungen der Regierung. Auf keinem Gebiet ist die Schlucht zwischen Anspruch und Wirklichkeit so groß wie bei der Bildungspolitik. Das wichtigste, das stilbildende Ziel von Schwarz-Gelb ist nach eigenen Angaben, die Ausgaben für Bildung auf einen Anteil von 10 Prozent des Sozialproduktes anzuheben. Tagelang wurde um dieses Ziel gerungen. In jeder neuen Zwischen-Version des Koalitionsvertrages stand der Punkt erneut gelb als “STREITIG” markiert. Die FDP wollte die 10 Prozent bis 2013, die CDU erst bis 2015. Schliesslich einigte man sich auf 2013.

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Respekt vor den Lernern!

Wir stecken im Hamsterrad falsch verstandener Büffelei

Wir stecken längst im Hamsterrad falsch verstandener Büffelei fest – und in einer hermetischen Bildungsrhetorik.

Gerade rollt wieder die “Bildung-ist-unser-ein-und-alles”-Welle durchs Land. Bei den Koalitionsverhandlungen in Bund und Ländern schmettern alle Parteien ihr Mantra “Bildung, Bildung, Bildung!”. Zudem kamen die neuen Azubi-Zahlen, die nur auf den ersten Blick gut aussehen. “Nur” Zehntausend junge Leute bleiben ohne Ausbildungsstelle - das aber nur, weil die Zahl der Bewerber um fast 90.000 zurückgegangen ist. Da verstört eine Meldung des DGB: Ausgerechnet bei den Abiturienten steigt die Arbeitslosigkeit in der jüngsten Finanzkrise besonders stark: Plus 24 Prozent!

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Bildungsarmut und pädagogische Armut

Macht Lernen Spaß, haben wir weniger Bildungsverlierer

In Talkshows erzählen Politiker gerne Märchen. “Die Hauptschulen werden dort angenommen, wo die Eltern merken, dass man sich um sie kümmert”, sagte dieser Tage Armin Laschet (CDU) bei Maybritt Illner im TV. Man weiß nicht recht, wo der Integrationsminister Nordrhein-Westfalens diesen Effekt beobachtet hat. In seinem Bundesland jedenfalls kann das nicht sein. Die Leute laufen dort der Hauptschule in Scharen davon. Um 37 Prozent ist die Schülerzahl an den NRW-Hauptschulen seit 2001 zurückgegangen. Und die Eltern haben ja recht, die Hauptschule zu meiden. Denn dort herrscht bittere Bildungsarmut. Jeder zweite Hauptschüler in NRW kann praktisch nicht lesen. Zur Langfassung von „Bildungsarmut und pädagogische Armut“

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