- Von Christian Füller
- 31. März 2008 | 08:00
Als Nena ihren 100. Luftballon steigen ließ, guckte ganz Deutschland hin. Die Sängerin gründete in Hamburg eine Schule ohne Regeln, schon berichteten alle Zeitungen. Nena ist eine eigenwillige Frau, ihre Schule auch: Eine so genannte Sudburry-Schule – dort bestimmen allein die Kinder, ob und was gelernt wird. Ganz allein.
Jetzt ist der Luftballon geplatzt. Es kam zu Gewalttätigkeiten, einige Eltern meldeten ihre Kinder ab. Nenas Schule steht jetzt für das Scheitern dessen, was manche gern als Kuschelpädagogik bezeichnen. Dabei lohnt es sich bei den neuen Schulen, genauer hinzuschauen. Denn sie rücken in der Tat den Willen der Kinder in den Mittelpunkt des Lernens.
Sie wollen dafür sorgen, dass die Kinder möglichst selbst in ihrem Lernen aktiv werden. Aber, logisch, nicht ganz allein. Dieses Lernen soll mehr Spaß machen – aber mit Kuscheln hat das nichts zu tun.
Zur Langfassung von „Wir lernen auch anders! Forntalunterricht adé.“
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- Von Christian Füller
- 28. März 2008 | 09:34
Als Udo Rauin seine Lehrerstudie veröffentlichte, war das Geschrei wieder groß. Kein Wunder, die Entdeckungen des Frankfurter Professors für Pädagogik sind niederschmetternd für einen Berufsstand, der einst neben Pfarrer und Anwalt als der angesehenste galt. Rauin hat herausgefunden, dass Leute mit dem Lehrerstudium beginnen, die eigentlich gar keine Lust auf ein Lehramt haben, die viel lieber etwas anderes machen würden und die zum schlechtesten Drittel unter den Abiturienten gehört haben. Am schlimmsten ist aber vielleicht der Befund aus Rauins Langzeitstudie zum Thema Burn-Out. “Die über besondere Belastungen Klagenden [Lehrer] haben vermutlich nie ,gebrannt’.” Sind die deutschen Lehrer also schon als ungeeignet einzuschätzen, ehe sie in ihren Beruf kommen?
Zur Langfassung von „Burn Out? Viele Lehrer haben nie gebrannt!“
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- Von Christian Füller
- 22. März 2008 | 19:25
Es wurde wie eine Schreckensmeldung überbracht. Familienministerin
Ursula von der Leyen, die Böse, plane, kommerziellen Krippen in den
Genuss staatlicher Zuschüsse kommen zu lassen. Das passt staatsfixierten
Bildungsbürgern gar nicht, entsprechend schimpften die Zeitungen. Dabei
ist der Schritt der Mutter der Nation vollkommen richtig - die
staatsfixierten Bildungseinrichtungen brauchen private Konkurrenz.
Dringend.
Zur Langfassung von „Bildung in freier Trägerschaft: Ja bitte!“
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- Von Christian Füller
- 16. März 2008 | 11:45
Die große Koalition hat gerade die Rente ein wenig nachgebessert. Das sei den Rentnern und den alten Leuten in diesem Land gegönnt. Die große – und heikle – Frage lautet aber: Was tun wir eigentlich für die kleinen Leute in diesem Land, die Kinder und Schüler?
Auf diese Frage gibt es immer die gleiche empörte Antwort: Wie gemein! Wie kann man nur die Alten gegen die Jungen ausspielen! Gut, das ist auch eine Haltung. Aber eine unpolitische. Eine Gesellschaft muss sich immer nach ihrer Zukunft fragen lassen. Und dabei muss sie Fakten zur Kenntnis nehmen. Und Prioritäten setzen.
Zur Langfassung von „Geld gegen Altersarmut oder Geld gegen Bildungsarmut?“
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