Für eine Zukunft ohne Atomwaffen
Das Thema scheint nach dem Ende des Kalten Krieges etwas aus der Mode gekommen, jedenfalls in der breiten Öffentlichkeit. Dennoch halte ich es für wichtig, die unkontrollierte Weiterverbreitung von Atomwaffen zu verhindern und für eine Zukunft ohne Atomwaffen zu arbeiten.
Das tun unter anderem Helmut Schmidt, Richard von Weizsäcker, Hans-Dietrich Genscher und Egon Bahr, die bereits Anfang 2009 eine Initiative für eine atomwaffenfreie Welt ergriffen haben. Inzwischen haben sich in sieben europäischen Ländern solche Gruppen gebildet, um - gemeinsam mit der amerikanischen Gruppe um Henry Kissinger - die Öffentlichkeit wachzurütteln.
Weltweit haben Gruppen der Friedensbewegung Unterschriftenkampagnen zur Rettung des Atomwaffensperrvertrages durch ernsthafte Abrüstungsschritte ins Leben gerufen. Denn bis zur New Yorker Überprüfungskonferenz des Atomwaffensperrvertrags (NPT) im Mai müssen die Atommächte zeigen, dass sie ihre vertragliche Verpflichtung zur atomaren Abrüstung ernst nehmen.
Die deutsche Friedensbewegung hat mit ihrem Aufruf „Für eine Zukunft ohne Atomwaffen!“ konkrete Forderungen an die Bundesregierung gestellt, um die Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag im Mai 2010 zum Erfolg zu bringen. Sie fordert u.a. den Abzug der letzten Atomwaffen aus Deutschland, den Stopp aller Modernisierungspläne für Atomwaffen und ihre Trägermittel, den Verzicht auf den Ersteinsatz von Atomwaffen und Sicherheitsgarantien der Atomwaffenmächte gegenüber allen Nicht–Atomwaffenstaaten und atomwaffenfreien Zonen. Das sind alles Themen, die sich mit dem Ende des Kalten Krieges leider noch nicht erledigt haben. Umso mehr sollten wir ihnen unsere Aufmerksamkeit und unser Engagement schenken.


