Telekom: Wir ignorieren Sie – garantiert!

Es war einmal … die Störungsstelle der Deutschen Bundespost. Man war sauer, wenn die nicht schnell kam, um das kaputte Telefon zu reparieren. Meistens klappte es. Das war vor der Privatisierung der Deutschen Bundespost und ihrer Aufteilung in Deutsche Post AG, Deutsche Postbank AG und Deutsche Telekom AG im Jahr 1995. War früher alles besser? »Unser nächstes Ziel ist, die gesamte Volkswirtschaft nach dem Vorbild der Post zu organisieren, und zwar so, dass die unter der Kontrolle und Leitung des bewaffneten Proletariats stehenden Techniker, Aufseher, Buchhalter sowie alle beamteten Personen ein den ‚Arbeiterlohn’ nicht übersteigendes Gehalt beziehen«, schrieb Lenin (»Staat und Revolution«, 1917). Der russische Revolutionär war ein Bewunderer der Deutschen Post – vor 92 Jahren. (Vgl. Zeit des Zorns)

Für mein JournalistInnenbüro in Frankfurt/Main haben wir versucht, die analoge Internetverbindung auf DSL umstellen zu lassen. Von der Telekom. In der Lebens- und Arbeitszeit, die uns die Prüfung des unübersichtlichen privatisierten Angebots sowie das, wann dann folgte, geraubt hat, hätten wir einen schönen Urlaub machen können. Vom Geld für die verlorene Arbeitszeit ganz zu schweigen. Was ist passiert?

Nach vier Beratungsgesprächen im Telekom-Shop auf der Frankfurter Zeil wollen wir Mitte Juli im Shop das DSL-Paket Call & Surf Comfort Plus in Auftrag geben. Der nette Mitarbeiter empfiehlt uns, mit der Anmeldung bis Ende Juli zu warten, weil wir dann für das gleiche Geld eine VDSL-Leitung mit 25 000 KBit/sec Geschwindigkeit bekommen können.

Am 30. Juli wollen wir das Paket klar machen, aber es stellt sich heraus (ein unterlassener Blick in den Computer), dass die Auskunft falsch war. In unserem Journalistenbüro funktioniert VDSL nicht, sondern nur DSL 16000. Man rät uns stattdessen zum Paket Entertain Comfort Plus + Router Speedport W 503V. Dieses Entertain-Paket enthält angeblich die Leistung des Pakets Call & Surf Comfort Plus sowie u.a. 5 E-Mail-Adressen mit 10 GB Speicher. Die Installation (durch einen »Außentechniker«) ist im Preis eingeschlossen, sagt der nette Herr K. –Ach, Sie haben einen Mac? Dann müssen Sie noch mal zum Shop kommen, damit die Techniker die Router-Konfiguration machen, kostet 40 Euro, aber sie erhalten eine Gutschrift im Wert von 50 Euro. (Inzwischen wissen wir, dass diese Gutschrift über 50 Euro sowieso Teil des Pakets ist.)

Der nette Herr K. sagt uns an diesem 30. Juli für Freitag, den 14. August die »Aufschaltung« zu. Wir weisen nachdrücklich darauf hin, dass wir uns als Journalistenbüro keinen Ausfall des Systems leisten können. Sein hundertprozentiger Optimismus mildert unsere Befürchtungen: Die Meldungen über angebliche Stör- und Ausfälle sind reine »Pressepropaganda« – lassen Sie den Router schon zwei Tage vorher konfigurieren, dann ist es absolut sicher!

Ein bisschen sonderbar ist, dass wir unsere zweite Leitung (Faxgerät) schriftlich abmelden müssen (beim zentralen Kundenservice der Deutschen Telekom AG in Bonn), um sie in den neuen Tarif zu überführen. Diese Abmeldung vom 5. August ist bis heute nicht bestätigt worden, unsere Fragen nicht beantwortet.

Ein paar Fragen kommen auf, die wir einige Tage später, es ist der sechste Besuch im Telekom Shop, mit dem netten Herrn K. klären wollen: Die mündlich versprochenen Merkmale des Entertain-Pakets sind in der reichlich lückenhaften Bestätigung des Auftrags, den uns der Kundenservice in Bonn zugeschickt hat, nicht vollständig enthalten. Warum nicht?, fragen wir Herrn K. Er gerät ins Schleudern. Verweist auf die AGB, – aber dort steht nichts davon –, dann auf die Paketbeschreibung des Programms im Internet. Plötzlich sind es nur noch 2 GB e-Mail-Speicher. Wir sollen zusätzlich was buchen. Aber im Programm Call & Surf waren die doch enthalten? Herr K. tröstet uns: Die 2 GB werden sie nie brauchen! Wann kommt der DSL-Splitter und der Router? Er holt einen Splitter, der Router kommt kurz danach per Post.

12. August, siebter Besuch im Telekom Shop. Der Techniker Herr Kr. soll den Router konfigurieren. Er scheitert und sagt: Vor der Freischaltung des DSL am 14. August funktioniert es wohl doch nicht. Warum weiß er das nicht vorher? Wir müssen dennoch 39,95 Euro bezahlen. Der Router würde sich zuhause »automatisch konfigurieren«, wenn wir den Strom aus- und wieder anstellen. Falls das nicht klappt, sollten wir am 14. August oder am 15. wiederkommen, sein Technikerkollege würde kostenlos nacharbeiten, er könnte ja bei ihm per Handy rückfragen.

Frau N. an der Kasse hat Mitleid und versteht alles auch nicht. Herr Kr. und Frau N. kennen übrigens den netten Herr K. nicht, der im selben Shop unseren Auftrag entgegen genommen hat. Es stellt sich heraus, dass Herr. K. ein kurzfristig verweilender Auszubildender war, gegenwärtiger Aufenthaltsort unbekannt. Ein Azubi macht Verträge?

Frau N. will bei ihrem Chef durchsetzen, dass wir eine Gutschrift von 20 Euro bekommen, aber frühestens in zwei Monaten als Gutschrift. Der stellvertretende Leiter des Telekom Shop, Herr L., sagt, wir sollen nach seinem Urlaub in sechs Wochen wiederkommen, dann kümmert er sich um die Gutschrift. Herr Kr. sagt: vielleicht schalten wir ja auch schon am 13. August auf. So beobachten wir am 13. August hoffnungsvoll das Power-DSL-Lämpchen in unserem Büro. Aber auch am 14. August wird nichts aufgeschaltet. Wir telefonieren (analog) mit der Technik-Hotline. Herr H. kann uns nicht helfen, denn er findet im Computer unseren Auftrag nicht einmal. Wir werden weitervermittelt zu T-Online (0800 330 1000). Frau Sch. dort steigt bald nicht mehr durch und will uns mit der Entertain-Hotline verbinden, nur die könnten mehr sehen – nicht in einer Glaskugel, sondern im Computer. Wir sollen in der Warteschleife bleiben. Tun wir. Hören dumme Musik und immer wieder »Sie werden mit dem nächsten freien Kundenberater verbunden – einen Augenblick bitte«. Aber wir sind ein klein wenig ungeduldig und legen schon nach 1 Stunde und 58 Minuten auf.

Wir rufen die (kostenpflichtige) Entertain-Hotline (01805 37 37 50) direkt an. Herr M. findet unseren Auftrag in dem einem »Tool« aber nicht in dem anderen »Tool«. Aha. Da ist was schief gelaufen, warten Sie mal bis Mitternacht, vielleicht arbeitet die Technik dran. Wegen der Kosten für die Router-Konfiguration empfiehlt er, einen Brief an den zentralen Kundenservice von Entertain zu schreiben, die Läden seien nämlich selbstständig und könnten das regeln wie sie wollten. Wir denken inzwischen ernsthaft darüber nach, der Telekom und ihren sämtlichen GmbHs und Läden unsere Arbeitszeit in Rechnung zu stellen.

Wir folgen der Empfehlung von Herrn M., am besten frühmorgens die Entertain-Hotline anzurufen und lernen etwa um 7 Uhr morgens den gleichfalls freundlichen Herrn Sch. kennen. Wir folgen akustisch seiner Suche im Computer nach unserem Fall. Unser Auftrag ist nicht, wo er sein müsste, aber er findet immerhin die Auftragsbestätigung. Das nützt aber nichts. Herr Sch. gibt eine Störmeldung in den Computer und sagt: Falls nicht bis 17. August frei geschaltet ist, rufen Sie wieder an, das geht schneller als wenn Sie schreiben. Es stellt sich dann heraus, dass die Entertain-Hotline überhaupt keine Entertain-Hotline ist sondern um diese frühe Uhrzeit eine Sammel-Hotline der Telekom – alle zerlegten Firmenteile sind frühmorgens hier wiedervereinigt, auch ein netter Gedanke.

15. August, wir rufen bei T-Online an. Frau Kr. verbindet uns mit Frau F., dann kommt Frau G. Keine von ihnen findet eine Erklärung im Computer. Dann landen wir bei Frau L. (haben wir das Alphabet schon durch?) von der Entertain-Hotline. Frau L. wirkt sehr kompetent, aber wir verstehen sie nicht. Sie sagt Dinge wie »die Leitungsmerkmale fehlen«, »es gibt keine Fachleitung« und noch mehr solche Sachen. Wir sehen eine Leitung zu unseren Füßen und haben Frau L. ja im Ohr, also in der Leitung, was meint sie? Nach einer Weile verstehen wir immerhin, dass der Auftrag »rückabgewickelt« werden muss, weil sie nicht mehr manuell eingreifen kann. Unsere »Leitungsdaten« und »Leitungsmerkmale« sind verloren gegangen und müssen gesucht werden. Das soll sechs Wochen dauern. Sie geben unseren Auftrag erneut ein.

Seit Mai gibt es eine Software, erklärt Frau L., die endlich allen Mitarbeitern und Abteilungen größeren Einblick in die Auftragsbearbeitung gewährt. Was nützt der Einblick, wenn nichts daraus erfolgt? Und was sagt uns das für den Datenschutz? Wenn sie die »Leitung« finden, auf die das DSL geschaltet werden soll, geben sie unseren Auftrag wieder neu ein. Nein, eine Benachrichtigung, wann das geschieht, ist nicht vorgesehen.

Als wir mit einer Geduld, die wir uns nie zugetraut hätten, zum wiederholten Mal darauf hinweisen, dass wir doch ein Journalistenbüro sind und auch viele Internetrecherchen zu machen haben, sagt sie: Ich gucke mal, was ich machen kann. Sie versucht, als »Sofortmaßnahme«, DSL »aufschalten« zu lassen. Sie scheitert, weil es zur Zeit angeblich keine Not-Sofortschaltungen von DSL gibt. Sie empfiehlt: Schreiben Sie doch an René Obermann, den Chef der Telekom, wenn was wirkt, dann das! Sie will den »Vorgang beobachten« und sich auf Termin legen und die Abläufe, die sich im Computer »widerspiegeln«, beobachten. Sie können jederzeit anrufen und sich sagen lassen, was im Computer steht. – Man kriegt nie eine verbindliche schriftliche Auskunft, aber man kann jederzeit nachfragen, was alles schief geht – wie nennt man diese neue Sportart?

Weil sie so freundlich ist, erzählen wir ihr die Sache mit der Router-Konfiguration und den 40 Euro. Auch sie ist baff. So geht das nicht, meint sie, und ob wir mit einer Gutschrift von 50 Euro einverstanden sind, Beträge darunter könne sie nicht in den Computer eingeben. Außerdem hatten wir ja Kosten für die Entertain-Hotline. Die Gutschrift soll auf einer der beiden nächsten Rechnungen stehen. – Allein dieses Telefonat dauert 59 Minuten.

Einen DSL-Anschluss haben wir – mitten in Frankfurt lebend und arbeitend – immer noch nicht, ganz zu schweigen von VDSL. Der nächste Idiot, der uns von den Vorteilen der Privatisierung überzeugen will, kriegt eins in die Fresse. Wenn das Lenin wüsste. – Aber es ist ja alles nur »Pressepropaganda«.

Tags: none



26 Reaktionen zu „Telekom: Wir ignorieren Sie – garantiert!“

  1. Von Sabine

    hätte ich nicht mit der Telekom einen ähnlichen Wahnsinnsärger gehabt, ich würde Deine Aufregung niemals so gut verstehen wie jetzt: über ein halbes Jahr hab ich mit denen gestritten, weil ich einen mir aufgeschwatzten Auftrag am Tag danach rückgängig gemacht habe. Da war bereits alles Geld abgebucht und dreimal musste ich belegen und darauf hinweisen, dass mein Geld ersetzt werden muss und zwar schnell - es gelang nicht, sie buchten immer weiter ab, die Rechnungen wurden immer komplizierter und undurchschaubarer, und nach zahllosen Anrufen und eben diesen zur Freundlichkeit geschulten Mitarbeitern, die weder vom Vorgang Ahnung hatten noch irgendwas außer Vertröstung wußten, bin ich geplatzt und hab mit Öffentlichkeit gedroht.
    Hätte ich nicht - leider - mit einer alternativen Tel.gesellschaft schon einmal vergleichbaren Ärger gehabt, hätte ich die Telekom endgültig verflucht. Nun, da alles bei mir durch sie eingerichtet ist und ich nur noch per Überweisung - NIE MEHR Abbuchung - bezahle, bleibe ich bei denen, weil ich den Ärger eines Umbaus nicht mehr aushalten will. Wir sollten trotzdem mehr darüber veröffentlichen!
    O was ein Jammer, diese Privatisierungen…

  2. Von Christian Potrafke

    vielen Dank für Deine mail. Wir haben in Mönchengladbach den gleichen Sachverhalt. Seit 27. Juli sind wir ohne Internet, inzwischen können wir wenigstens wieder telefonieren. Dies Woche war an vier Tagen auch das telefonieren nicht möglich. Am 14. August wurde mir dann mitgeteilt, vor Ende August soll kein Telekom Techniker verfügbar sein. Super.

  3. Von Norbert

    Auch ich habe ähnliche Erfahrungen mit der Telekom schon vor Jahren hinter mir. Auch wenn der Inhalt ein Jammer ist: ich habe bei Ihrem Text Tränen gelacht und das tat – mitten in der Arbeit - so gut, so gut. Jetzt lacht gerade meine Kollegin…

    Danke für den tollen Text, der so schön und mit tragischem Humor zeigt, wie wir von Großkonzernen auf’s Kreuz gelegt werden. Wobei: Die blicken selber nicht mehr durch. Realsatire.

  4. Von Michael H.

    Hallo Frau Ditfurth,

    …gerne bietet Ihnen mein kleines allround-biz eine stocksolide UMTS-Leitung zzgl einem huebschen Begruessungsgeschenk: (200 Euro cash als take away oder attraktives handy-bunch mit wahlweise NOKIA/ SAGEM oder
    SAMSUNG/ SONY-ERICSSOM inkl. trendiges headset und einem fairen Partnertarif.

    Sollte die Problematik noch aktuell sein, so machen Sie Gebrauch von Ihrem aussordentlichen Kuendigungsrecht bei der TELEKOM und wechseln Sie zu Vodafone. (UMTS ist bei Ihnen 100%ig verfuegbar und praktisch, da ohne Router und hardware-park gearbeitet wird.)

    In letzter Konsequenz sind das natuerlich auch Haifische, aber man wird Sie dort nicht ganz so arg foltern wie bei Ihrem momentanen ‘digital partner’.

    es freut sich auf Ihre Antwort,

    - Michael H. -

  5. Von Josie Michel-Brüning

    Mir fällt dazu kein eigenes Beispiel ein, wohl aber, dass der demokratisch gewählte, aber aus dem Amt geputschte Präsident von Honduras Manuel Zelaya, sich u.a. damit bei U.S.-Telecommunication Corp. und deren Interessenvertretern unbeliebt gemacht hat, weil er Hondutel, die honduranische, bisher staatliche Telekommunikationsgesellschaft nicht privatisieren lassen wollte.

  6. Von Akatshi

    Das hier geschilderte Szenario entspricht nach meinen Erfahrungen dem anbieterübergreifenden Normalfall. Allerdings können die armen Damen und Herren A bis Z von der T oder gar die T selbst doch nur bedingt etwas dafür, oder? Denn erstens sind natürlich Tools, Leitungen, CRM-Software, schlampige Kollegen und das Wetter Schuld und zweitens die unangenehme Kundschaft, die so penetrant mit Umsatz droht und sich dabei - erster Kardinalfehler - im Laden eines Anbieters zu dessen Produkten und Dienstleistungen beraten lässt. Mal abgesehen davon, dass der Verkäufer höchstwahrscheinlich provisionsgetriebene Eigeninteressen verfolgt (alles Kapitalisten), liegt diesem Gespräch doch schon die schwerwiegende Fehleinschätzung zugrunde, Menschen, die etwas beruflich machen, müssten sich auch damit auskennen. Dabei werden in der Regel Fragen, die anspruchsvoller als „In welcher Farbe gibt’s das denn?“ sind, weitestgehend kenntnisfrei beantwortet. Wobei die alte Politikerregel „Klarheit geht vor Wahrheit“ gerne mit dem Verkäufer-Trick „Kannst du’s dem Kunden nicht erklären, verwirre ihn wenigstens“ kombiniert wird.
    Zweiter Fehler: nur, weil man’s schriftlich hat, ist es lange noch nicht wahr. Eine termingerechte Umschaltung, Abschaltung, Einschaltung, Aufschaltung, Wegschaltung, Hinschaltung, Herschaltung beim DSL-Einstieg gibt es nicht. Oder sagen wir’s so, ein Lottogewinn ist wahrscheinlicher. Das einzige was immer fristgerecht funktioniert, ist die Abbuchung des Rechnungsbetrags vom Kundenkonto.
    Und last not least: war zu Zeiten der Störungsstelle bei der Bundespost, der ein-, zwei- oder dreimal klingelnde Postmann noch von Nöten, um ein defektes Telefon auszuwechseln oder es gar mit Hilfe speziellen Werkzeugs gleich vor Ort zu reparieren, sollte aus dieser nostalgischen Erinnerung keinesfalls geschlussfolgert werden, dass ein Techniker im DSL-Zeitalter irgendetwas anderes macht, als jedes 8-jährige Kind, dem man die Komponenten in die Hand drückt: Verpackung öffnen, Geräte rausholen, probieren welches Kabel in welche Buchse passt und warten, ob die LED blinkt - fertig.
    An dieser Stelle sei eine kluge Bäuerin aus meinem osthessischen Heimatort zitiert: „Es git nist, es is für ebbes gut“, was ins Hochdeutsche übersetzt so viel bedeutet wie: alles hat zwei Seiten. So scheint mir, und damit möchte ich meinen Vortrag schließen, der vom Azubi empfohlene Sprung vom analogen zum schnellsten und damit auch teuersten VDSL-Anschluss unter Kosten-/Nutzenaspekten nur dann sinnvoll, wenn zukünftig neben journalistischen Tätigkeiten auch der Direkteinstieg in die TV-Übertragung geplant ist. Ansonsten reicht die 16.000er DSL Geschwindigkeit und ich prophezeie, selbst die wird am Ende zwar bezahlt werden, aber nicht tatsächlich zur Verfügung stehen. Da geht’s de Mensche wie de Leut.
    “Auf die Fresse” bleibt aber trotzdem eine adäquate Reaktion auf soviel Kundennähe und den verschrobenen Glauben – der Markt wird’s schon richten.

  7. Von Frank Polakowski

    Liebe Jutta Ditfurth,
    Hier mein Kommentar zu ihrer Odyssee durch den Dienstleistungsdschungel der Telekom;

    Nach der Zwangsprivatisierung, verfügt die Telekom über die, für viele Menschen lebensnotwendigen Kommunikationskanäle. Und wenn der Bock zum Gärtner wird, dann entwickelt sich sehr schnell aus einer aufblühenden Informationslandschaft, eine urbane Steppe mit frustrierten, aufgebrachten und konsequenten Kunden bzw. Kundinnen der Informationstechnologie.

    Nach einem langjährigen Kommunikationskonflikt mit der Telekom, lässt mich die bloße Nennung dieses Anbieters, zu den Schmerztabletten greifen. Diese Reaktion, ist nicht durch den negativen Vorbildcharakter des werbeträchtigen Doping-Teams inspiriert. Dieses existiert mittlerweile nicht mehr, da die Telekom den pharmakologischen Radsport, vernünftiger Weise, nicht mehr unterstützt. Aber, dass der Kunde von der Telekom nicht mehr unterstützt wird, ist allenfalls ein offenes Geheimnis.

    Nichts führt in die Realität schneller, als wenn ein/e Kunde bzw. Kundin, die versprochenen und werbetechnisch angepriesenen Dienstleistungen und Produkte, tatsächlich in Anspruch nehmen will bzw. muss.
    Ein geistreiches Reklamationsmanagement, gibt es nicht.

    Ich kann mir deswegen nicht vorstellen, dass es sinnvoll ist, die ganze Bundesrepublik in eine private, totale, absolute Dienstleistungsgesellschaft umzukrempeln. Wenn das Qualitätsmanagement der Telekom unfähig ist, in einem Journalistinnenbüro einer Großstadt, eine schnelle Anbindung an den Datenhighway zu schaffen, sollte dies zu ernsthaften Denkprozessen führen. Und jetzt kommt es:
    Es sollten Taten folgen. Im gleichen Zeitraum hätten die Chinesen schon einen Staudamm gebaut, drei Kernkraftwerke abgerissen und mehrere Flutkatastrophen hinter sich gebracht.

    Jutta Ditfurth, hat in diesem Blog 4, die Zeit genau angegeben. Was sagt uns das? Wird dies, der Telekom irgendetwas sagen? Meine kleine Stoppuhr, habe ich sicherheitshalber auch aufgezogen und gleich den grünen Knopf gedrückt. Der Zeiger, dreht jetzt munter seine Runden.

    Wird das uns noch bekannte Kommunikationsunternehmen, durch schnelle Leistung überzeugen? Oder wird es im Zuge eines misslungenen Qualitätsmanagements, im eigenen Schmollwinkel verharren und auf das Ende an der Börse warten?

    Frank Polakowski, Berlin

  8. Von Mano

    Aber Halloooo!!!
    M.E. ist das nicht zum Lachen. Habe ähnliches erlebt. Ich glaube in diesen Callcentern sitzen zu viele Ausserirdische, deren Technik ist für uns zu hoch, wir verstehen sie nicht.
    mano

  9. Von Martin

    Das ist kein Einzelfall, selbst erlebt, und es hat System.

    Siehe in meinem Blog

    http://www.t-blog.de/blog/das-ende-der-post
    und
    http://www.t-blog.de/blog/der-telekommunikations-nachtwachterstaat

  10. Von Martin

    Das ist nicht nur bei der Telekom kein Einzelfall, sondern auch bei anderen Unternehmen, die privatisiert werden.
    Selbst erlebt habe ich das (außer bei der Telekom, die vor ca. 10 Jahren statt der drei bestellten 20 sämtlich falsche Telefone zuschickte) bei der deutschen Bahn:
    Seitdem die Gepäckbeförderung über Hermes abgewickelt wird, ist sie teuerer geworden und unzuverlässiger. Sämtliche Kundenhotlines sind kostenpflichtig (0180-Nummern) und durch die langen Warteschleifen und unnötigen Telefonate mit Mitarbeitern, die jeweils nicht alle erforderlichen Daten einsehen können, entstehen schnell Kosten in Höhe von 30 oder 40 Euro, von denen aber nur ein Bruchteil in Gutscheinform erstattet wird. So wird an den eigenen organisatorischen Fehlern noch Geld verdient. Zudem kamen in meinem Fall die Koffer mit 4 Tagen Verspätung an.
    Serviceprobleme gab es zwar auch, als Post und Bahn noch vollständig staatlich waren. Aber der entscheidende Unterschied ist, dass jetzt die Illusion besteht, Post und Personentransport könnten als gewinnbringende Unternehmen betrieben werden statt als staatliche Dienstleistung zugunsten des Bürgers. Das kann nur entweder mit Preiserhöhungen oder Service- und Wartungseinschränkungen passieren, also unbezahlbare Bahnpreise, langfristig steigendes Porto, inkompetente Telefonberater, schließende Postfilialen und weniger Briefkästen, schließende Bahnhöfe, gestrichene Regionalverbindungen, ungewartete Schienen und Züge. Am meisten sind von diesen Einschränkungen die Menschen betroffen, die sowieso aus finanziellen Gründen, Altersgründen etc. mit Mobilitäseinschränkungen zu kämpfen haben.

  11. Von Eike Wege

    … und der Wahnsinn hat System.
    Um nun immer mehr Kunden in ihren Sog zu ziehen, hat die Telekom aktuell
    “widerspruchresistente Mitarbeiter” in den Callcentern eingesetzt.

    Eben wurde ich Zeuge, wie mein Ehemann, in einem selten benutzten Tonfall einen Gesprächspartner am anderen Ende der Leitung buchstäblich niedermachte.

    Hintergrund ist folgender:

    Bereits zum 3.Mal rief ungebeten ein Mitarbeiter der Telekom an und will uns überzeugen, dass wir von Alice zur Telekom wechseln.
    NEIN. Die Telekom ist nicht günstiger, nur 5Euro teurer bei gleicher Leistung, aber wechseln sollen wir trotzdem.
    Ich höre noch kurz die Frage, was der bessere Service denn sei… dann wird es laut. Denn der MA am anderen Ende beantwortet die Verneinung seines Angebots mit einem fröhlichen “die Bestätigung zum Wechsel wird ihnen in den nächsten Tagen zugeschickt”. Das war sein letzter Satz, den er zu Gehör bringen konnte. Nach einem kurzen heftigen Ausbruch meines Mannes hat er dann doch lieber aufgelegt.
    Nachdem ich auf der Telekom-Seite keinen Raum für eine Beschwerde finden konnte, werde ich jetzt wohl die Internet-Seite suchen, wo man ungewünschten Telefon-Werbe-Terror anzeigen kann.
    Soll es ja ein neues Gesetz geben.

  12. Von Reinhard Helmers

    Liebe Jutta,
    auch ich hab ein halbes Jahr ähnliche Erfahrungen mit einem privaten DSL-Anschluss, bis ich mich für einen fiberoptischen Kabel-Breitband- Anschluß entschied. Falls das auch in Ffm möglich ist, würde ich Dir das gleiche empfehlen.
    Auch ich erinnere mich an den Post-Vergleich von W.I.Lenin ; den machte er als er sich noch der Illusion von einer deutschen Revolution hingab!
    Herzlich und rot, Reinhard

  13. Von Petra

    Service, wie er leibt und lebt. Beim Umzug meines 1+1-sofort-funktionierenden DSL-Telefon-Anschlusses in eine andere Stadt, hat es sage und schreibe 4 (!!!!) Wochen gedauert, bis die Telekom eine Leitung gefunden hatte und ich wieder online war. Nicht besser sieht der Service bei Kabel Deutschland aus. Nur duch das Eingreifen des Verbraucherschutzbüros in unserer Stadt, konnten wir von dem Vertrag zurücktreten, so wie uns versichert worden war und so wie wir es schriftlich in der Hand hatten. Es war ein Vertrag für digitales Fernsehen, wo Kabel Deutschland für das frei empfangbare öffentlich-rechtliche Programm Zusatzkosten abzocken wollte. Es geht nur noch ums verdienen und nicht mehr um Service. Es wird darauf spekuliert, dass viele Kunden genervt aufgeben.

  14. Von Ulrich Bartels

    Liebe Jutta,

    es ist ja schlimm, was ich hier so lesen muss…..
    „Der nächste Idiot, der uns von den Vorteilen der Privatisierung überzeugen will, kriegt eins in die Fresse.“

    Dass Privatisierung in der Regel mit weniger Qualifikation, schlimmeren Arbeitsbedingungen und für den Betreiber höheren Profiten erkauft werden muss, dürfte eine Binsenweisheit sein.
    Wer also bei klarem Verstand ist, kann und darf nicht für Privatisierung eintreten, sondern einzig und allein dafür, dass ausnahmslos alle Bereiche, die mit der Grundversorgung menschlicher Grundbedürfnisse zu tun haben, weder zur Ware noch zum Gegenstand von Profitoptimierung werden dürfen.

    Nahezu alles, was irgendwie mit „Telekom“ zu tun hat, ist eng mit einem schlechten Ruf verknüpft.
    Nicht nur die himmelschreiende Qualität von Service und Support, nicht nur das in weiten Teilen völlig unqualifizierte Personal, sondern auch die morbide Software, die geliefert wird bzw. wurde:
    Ich weiss noch wie ich etlichen Leuten zu einer Zeit, als es noch nicht so viele Anbieter gab wie heute, einen T-Online-DSL-Anschluss ohne T-Online-Software eingerichtet habe, weil die T-Online-Software nicht nur horrend komplizierter Irrsinn war, sondern eine saftige Performancebremse obendrein.

    Ob das Kind nun privatisiert ist oder nicht:
    Es gibt Firmen, die haben ihre Organisationsabläufe einfach besser im Griff, und es gibt solche, die ein Leben lang üben. So trivial ist das.

    Ich bin z. B. bei einem Ableger von Kabel Deutschland, wohne bei einer „Genossenschaft“, welche für eine grosse Menge von Wohnungen mit ebendiesem Provider einen Sammelvertrag mit entsprechenden Konditionen abgeschlossen hat. Das Übertragungsmedium ist ein hochqualitatives Koaxialkabel mit entsprechend dicker Kupferseele und doppelter Abschirmung, durch das im Multiplexverfahren alle notwendigen Versorgungsbestandteile bereitgestellt werden: TV, Radio, Telefon, Internet mit Highspeed-DSL, wobei die derzeit erhältliche Spitzengeschwindigkeit bei 25 MBit liegt, was ich für völlig übertrieben halte, denn 6 Mbit reichen vollständig aus. Ferner werden auch Enddosen mit optimal niedrigem Dämpfungsfaktor (gemessen in Dezibel) verwendet, um die Leitungsverluste zu minimieren. Und schliesslich und endlich sind bei diesem Provider die angebotenen 6 MBit auch tatsächlich 6 MBit, und eben nicht ein Bruchteil davon, wie bei so manch anderem, welcher Etikettenschwindel dadurch betreibt, dass zeitgesteuert die hauseigenen Server gedrosselt werden…..
    Tarifiert werden TV, Radio und Internet mit einem monatlichem Fixum (Flatrate), während bei den Telefonaten verschiedene Tarife gelten, abhängig von Zeit, Entfernung und Gesprächspartner.

    Ich bin mit diesem Provider mehr als zufrieden.
    Habe ich eine Störung, muss ich per Handy eine kostenlose Servicenummer anrufen und kurz Bescheid geben. Nach spätestens 2 Stunden sind die Dinge wieder im Lot, in der Regel geht’s sogar noch schneller.
    Beim Testen der Leitung hatte der Vor-Ort-Techniker das Problem, dass sein Testprogramm nicht laufen wollte, er also die korrekte Funktion der Koax-Verbindung nicht sicherstellen konnte.
    Und unter welchem Betriebssystem lief sein Testprogramm, welches den Dienst verweigerte?
    Richtig! Natürlich unter Windoof, worunter auch sonst?
    Da mir das arme Würstchen leid tat, sagte ich ihm, er solle das Windoof runterfahren, und den Strom ganz ausschalten, und dann wieder das Notebook mit Windoof hochfahren, und es nochmals probieren. Uns siehe da: Es ging!

    Da ich nicht nur vom Fach bin (ich habe mich jahrelang unter anderem mit Netzwerktechnik beschäftigt), sondern seit Jahren erklärter Fan von Open Source Software, werde ich garantiert nicht im Traum auf die Idee kommen, mir von irgendjemandem ein Kompaktpaket mit Hardware-Router aufschwatzen zu lassen. Ich baue nämlich meinen Router und Server mitsamt Firewall am liebsten selbst auf, konfiguriere und administriere ihn auch selbst, und zwar mit Debian Linux, dem „heimlichen Marktführer“ unter den Linux-Distributionen. Diese Software ist non-kommerziell und frei. Sie liegt im offenen Quellcode vor, so dass ich theoretisch direkten Zugriff zwecks Veränderung oder Fehlerbereinigung habe, und die Reaktionszeiten hinsichtlich der Fehlerbeseitigung sind recht fix, weil die weltweite Debian-Gemeinde aus Freiwilligen recht gut auf Draht ist. Ich spreche sehr gut American English und Französisch, habe deshalb keinerlei Kommunikationsproblem….
    Als Hardware-Voraussetzung für den Allround-Server genügt mir ein in die Jahre gekommener Internet-PC, z. B. ein Intel Pentium 3 mit 600 Mhz und 30 – 40 GB Festplatte.

    Ich würde, wenn ich tatsächlich aus beruflichen Gründen einen Apple-MacIntosh alter Bauart (Motorola 68000er Architektur) oder neuer Bauart (Power PC, oftmals mit Intel-Bestandteilen neuester Bauart bestückt) benötigen würde, mich garantiert nicht für MAC OS als Betriebssystem entscheiden, weil hier auch ein gewisser Bill Gates mindestens in Gestalt des „Internet Explorers“ seine verunreinigenden Schmutzpfoten im Spiel hatte. Linux läuft auf 12 verschiedenen Hardware-Architekturen – Motorola und Intel sind nur 2 davon…..
    Ernsthaft Bedarf für Apple haben eigentlich nur zwei traditionelle Kundengruppen: die Musiker wegen der eingebauten MIDI-Schnittstelle oder die Grafiker wegen der Desktop-Publishing-Software a la Quark Express. Journalisten wohl eher nicht, denn die brauchen Texteingabemaschinen, gute Drucker, eine Internet-Flatrate mit mindestens 4 Mbit und etwaigen mir nicht näher bekannten geringfügigen Zusatzschnickschnack wie z. B. USB-Kamera oder dergleichen…
    Auch Fax ist längst aus der Mode – heutzutage arbeitet man weitgehend papierfrei, was weitestgehend Email mit Dateiattachment bedeutet.

    Ach ja, zum Schluss noch ein bisschen Unratbeseitigung:
    „bis ich mich für einen fiberoptischen Kabel-Breitband-Anschluß entschied.“

    Mir ist nicht bekannt, dass Glasfaser (engl.: fiber optics) neuerdings als Übertragungsmedium direkt in die Wohnungen gelegt wird. Kabel-Breitband-Anschluss mit hochqualitativem Koaxialkabel kenne ich hingegen.

    Reinhards „Ratschlag“ oder „Auskunft“ ist gleich aus mehreren Gründen absoluter Nonsens, sollte es sich nicht um einen trivialen Irrtum seinerseits handeln:

    1. Zum ersten beseitige ich strukturell bedingte menschliche Inkompetenz nicht durch Wechsel des Übertragungsmediums. Das eine hat mit dem anderen rein gar nichts zu tun. Punkt!
    2. Glasfaser benötigt technisch alle 25 Meter ein Verstärkerglied, um die dem Medium innewohnende Signalabschwächung aufzufangen. Das geht ordentlich ins Geld, welches bestimmt nicht vom Provider getragen wird, weil der so ein netter altruistischer Mensch ist.
    3. Glasfaser wird als Übertragungsmedium sehr gerne in sogenannten Serverfarmen eingesetzt, weil die Leistungsbandbreite (Zahl der gleichzeitigen Übertragungskanäle bzw. Übertragungsfrequenzen) wie auch die Übertragungsgeschwindigkeit sehr hoch sind. Auch die Verluste sind geringfügig, wenn man alle 25 Meter einen Amplifier dazwischenbaut…
    4. Die Leistungsbandbreite eines derartigen Übertragungsmediums einem Privatkunden anzubieten, ist nicht nur im sprichwörtlichen Sinne „Perlen vor die Sau geworfen“, sondern darüber hinaus „mit Kanonen auf Spatzen geschossen“, im weitesten Sinne also überteuerter Verkauf von Überkapazitäten, für die nicht im Geringsten auch nur irgendein ansatzweiser Bedarf besteht.

    Mein Postulat:
    Erstellung und Veröffentlichung von Datensammlungen, in denen folgende Parameter abgearbeitet werden:
    1. Name des Anbieters
    2. Tarifstruktur
    3. Qualifikationsniveau der Mitarbeiter
    4. Bezahlung der Mitarbeiter
    5. Zufriedenheit der Mitarbeiter
    6. Qualität von Service und Support des Anbieters
    7. Qualität der Angebotspakete des Providers
    8. Kundenzufriedenheit mit dem Anbieter

    So lassen sich Positiv- und Negativlisten erstellen, die den Lesern einen Orientierungsrahmen geben können. Dadurch werden die Verbraucher in die Situation versetzt, ihre Geschicke mündig selbst in die Hand zu nehmen, anstatt die Regulierung irgendeinem abstraktem „Markt“ zu überlassen, und anstatt immer nur in motzendem Wehklagen steckenzubleiben, dessen Endresultat nichts weiter als heisse Luft ist, die garantiert gar nichts verändert…… Es geht ums Tun, und um sonst rein gar nichts! Denn nur Tun verändert, Geschwätz allein ändert gar nichts!

    In diesem Sinne…….

  15. Von Annette

    T-online, damals nicht mehr , aber während mein Anwalt zunehmend genervt mit dieser Mischpoke in meinem Auftrag etwa 1 Jahr kommunizierte, wohl wieder der Telekom angehörend, hat mir einen DSL-Vertrag per unerwünschtem Werbeanruf untergejubelt, den ich nie geschlossen hatte. Die Einzelheiten zu berichten würden einen ganzen Roman füllen, mein Anwalt hat nach 1 Jahr erreicht, dass zu Unrecht abgebuchte Beträge per Gutschrift erstattet werden sollten. Statt mir aber diese Summe zu erstatten, wurde diese unter Pfändungsandrohung bei mir angefordert! Daraufhin habe ich nicht nur wieder den Anwalt, sondern auch die Presse eingeschaltet, das Fernsehen hat mehrfach über meinen und ähnlich gelagerte Fälle berichtet, Reaktion der Telekom? Die haben sich nicht mal vor laufender Kamera dazu geäußert. Ich habe dann den Telekommunikationsanbieter komplett gewechselt , DSL-Anschluss mit Analog-Telefon die Umschaltung erfolgte durch den neuen Anbieter pünktlich und unkompliziert. Ich dachte, ich hätte meine Ruhe vor T(rex)-online. Fehlanzeige. Die Telekom schickte munter weiter Rechnungen über einen -nicht mehr existierenden- Vertrag mit einem nicht mehr existierenden ISDN- Anschluss an meine Adresse, aber dieses Mal war der Adressat mein Partner. Der hatte nur nie einen Vertrag mit Telekom oder T-(rex)-online und war außerdem gestorben - und zwar zu einem Zeitpunkt vor der angeblichen Nutzung der in Rechnung gestellten Leistungen. Die Zusendung des Totenscheins hat dann auch mir endlich diesen Terror-Laden vom Leib gehalten.

  16. Von Otto

    Hallo Jutta,

    Warum bist Du plötzlich so zornig, und hast zur Zeit fast alle Verbindungen zur Außenwelt über die Telekomiker gekappt?

    Bloß weil die Dir den DSL-Anschluss nicht so schnell wie versprochen liefern, brauchst Du doch nicht einfach Deine Email-Adresse, Deinen Anrufbeantworter und Dein Fax abzuschalten!

    Im Ernst:

    Ich versuche seit Freitag, dem 21. September, 15:21 Uhr, Dich zu erreichen. Am Anfang nur per Mail. Aber die Mail an Dich kommt immer wieder zurück, mit der schönen Fehlermeldung:

    —————
    Hi. This is the qmail-send program at abcxyz.
    I’m afraid I wasn’t able to deliver your message to the following addresses.
    This is a permanent error; I’ve given up. Sorry it didn’t work out.

    :
    194.25.134.72 does not like recipient.
    Remote host said: 550-5.1.1 user unknown
    550 5.1.1 Unknown recipient.
    Giving up on 194.25.134.72.
    —————

    Was hast Du (oder Dein Beauftragter, der Server 194.25.134.9 von www.t-online.de im Netz DTOS-ULM-001) plötzlich gegen mich?

    Als ich versuchte, Dich heute um 12:30 Uhr anzurufen, klingelte es anfangs ganz normal, aber plötzlich kam statt eines Menschen oder des Anrufbeantworters Dein Fax, und piepste mich unfreundlich an. Ich konnte aber nicht in gleicher Tonhöhe zurückpiepsen, so dass wir uns gar nicht verstanden. Ich hatte ja auch nicht Deine Faxnummer gewählt, sondern Deine Telefonnummer.

    Um 13:02 Uhr versuchte ich, Dir dann ein Fax zu senden, an Deine ganz normale Faxnummer. Die Reaktion Deines Faxes protokollierte mein Fax mit: „3493/Teilnehmer antwortet nicht (Teilnehmer hat aber signalisiert)“

    Um 13:05 Uhr habe ich dann mutig ein Fax an Deine Telefonnummer gesandt, was frührer immer schief ging, aber, oh Wunder der T-Technik, plötzlich meldete sich Dein Fax mit der üblichen Faxkennung (also der nicht gewählten Faxnummer) und startete die Übertragung. Das Fax scheint sogar bei Dir angekommen zu sein, so die Fax-Quittung. Sollte es nicht angekommen sein, dann melde Dich einfach mal bei mir, vielleicht klappt die Kommunikation ja über diesen Blog.

    Deine DSL-Odyssee hatte mich gar nicht gewundert. Sie beschreibt den Normalzustand bei diesem Konzern, der inzwischen in viele kleine Teilfirmen zerschlagen wurde, nur um irgendwelche Kosten zu senken, koste es was es wolle. Ich verstehe sehr gut, warum eine Teilzeitaushilfe eines Subunternehmens eines Subunternehmens … der Telekom nicht mehr so engagiert arbeitet, wie frührer der Postbeamte, der sich mit seiner Aufgabe (mehr oder weniger) identifizierte. Hatte mensch früher eine Störung am Telefon, dann kam tatsächlich ein Techniker der Post, der im Zweifel direkt mit seinen Kollegen die Probleme lösen konnte. Heute kommt häufig ein billig bezahlter Freiberufler an, der genau weiss, wenn ich länger als so und so lang bei diesem Kunden bin, verliere ich bares Geld. Also wird in standardisierter Zeit irgendwas getan, der Kundin der Eindruck verschafft, es würde gearbeitet, um schnell beim nächsten „Call“ zu sein.

    Ich habe gelernt, dass jede Veränderung im Tarif automatisch eine Kündigung aller bisherigen Einstellungen zur Folge hat und immer mit schwierigen Nacharbeiten verbunden ist. Und häufig erzählt dann irgendeinE Call-Center-MitarbeiterIn, das, was Sie wollen geht nicht, und Hinweise, dass das früher aber ging, werden freundlich übergangen. So schwierige Änderungen wie Deine DSL-Beantragung hätte ich nur am Anfang der Ferienzeit gemacht. Dann wäre genügend Zeit für Nachbesserungen gewesen. Der unvermeidliche finanzielle Verlust, hält sich in der ruhigeren Zeit in Grenzen.

    Nach meinen Erfahrungen mit diesem T-Laden, biete ich eine Wette an: Als Normalkundin würde ich sagen, könntest Du so ab der zweiten Septemberwoche (dieses Jahres!) wieder über Email und Fax kommunizieren, aber vielleicht hat Dein Blog-Eintrag ja zur Folge, dass Du schon am Mittwoch, dem 26.09.2009 wieder faxen oder Mails empfangen kannst. Hält jemand dagegen?

  17. Von Tlaxcala

    Version française de cet article:
    Telekom : On se fout de vous - garanti !
    http://www.tlaxcala.es/pp.asp?reference=8435&lg=fr

  18. Von Maxi Wartelsteiner

    Liebe Jutta Ditfurth, habe nach einer DSL-Abmeldung bei der Telekom auch ein Vierteljahr Nervenkrieg hinter mir, kam mir vor wie in einer Gummizelle, weil dort der eine nicht weiß, was der andere gerade wieder verbockt. Nun hab ich (eine in zwei Etappen in freiwilligen Ruhestand gegangene linke Journalistin, die weder für Springer und Co arbeiten, noch sich inzwischen neuen Parteienzwängen unterwerfen wollte) ein Vodafone-Trauerspiel laufen. Es lehrte mich endgültig eines: Nie mehr einen Anbieter wechseln. Der damit verbundene Ärger kann kaum mit den sowieso fragwürdigen Einsparungen aufgewogen werden.
    Diesen Brief schickte ich heute ab:

    24. Aug. 2009

    Vodafone D2 GmbH
    Kundenbetreuung
    40875 Ratingen

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    Ihren freundlichen Mitteilungen bezüglich meines Auftrages vom 27.6.09 für einen Vodafone-DSL-Anschluss, der mich nun endlich von den zusätzlichen Gebühren für die Telekom-Grundgebühr befreien soll, kann ich leider nur einen unfreundlichen Brief entgegensetzen.
    Am 19. 8.09 sollte unser Anschlusstermin sein. Tatsächlich wurde ich an diesem Tag aus dem Internet geschmissen und die Telekom legte mein Telefon lahm. Gut, wir haben ja für die Übergangszeit diesen USB-Stick. Ich installierte ihn, kam ins Internet – mühselig und nervenaufreibend langsam zwar. Die Easy-Box aber reagierte auch am 20. 8. noch nicht wie sie sollte, der Telefonanschluss kam nicht zustande. Die Telefonleitung bot keine Chance, den Modem-Installationscode einzugeben. Die Dioden, die leuchten sollen, tun es bis heute nicht, und die die leuchten, tun es in der falschen Farbe. Mit Hilfe eines Nachbar-Telefons haben wir dann diversen Ihrer Kollegen über die Servicenummer (auch ein unzumutbares Geduldspiel, das einen die letzten Nerven kosen kann) inzwischen die Sachlage geschildert. Immerhin bekamen wir schon am Abend des 20. August, einem Donnerstag, die Zusage, am Sonnabend käme zwischen 8 und 12 Uhr ein Techniker vorbei. Es sei aber möglich, dass man das Problem auch aus der Ferne lösen könne, dann bräuchte der Techniker gar nicht zu kommen. Wir würden informiert werden - über Nachbars Handy.
    Wir haben alle unsere Pläne fahren lassen und blieben brav zu Hause, forderten dies wegen seines Nebenanschlusses auch von unserem Sohn, der auf Montage ist, und nur am Wochenende Freizeit hätte. Nur, weder die Fernheilung glückte noch ein Techniker ließ sich sehen. Als wir gegen Samstagmittag wiederum mit einem Übermaß an Geduld einen Ihrer Kollegen erwischten, gab der auf meine direkte Frage ziemlich direkt zu verstehen, da würden wir wohl weiter vergeblich warten. Da saßen wir nun das ganze Wochenende hilflos vor unserem schweigenden Telefon.
    Inzwischen weiß ich, dass ich mit dem USB-Stick auch telefonieren kann – das muss einem nicht ganz jungem, mit der neuen Technik nicht so vertrauten Menschen ja erst mal gesagt werden. Nur, da ich ein Hörgerät trage, kann ich diese Art des Telefonierens vergessen. Das Rauschen übertönt jede Stimme und macht Verständigung schier aussichtslos. Eklatant – pardon – dämlich fand ich den Hinweis einer Kollegin, wir könnten ja über die mobile Datennummer angerufen werden, die wir extra erhalten hätten. Klar, die fällt all unseren Freunden, Bekannten, auch Fremden, die uns mit der bekannten Nummer nicht erreichen können, einfach so vom Himmel ins Telefonbuch.
    Heute, Montag, nun noch mal alles von vorne. Eine wirklich sehr freundliche Kollegin versprach, sie würde sich um alles kümmern, der Zuständige würde unverzüglich zurückrufen. Wir warteten, wagten uns nicht aus dem Haus, nicht einmal in den Garten. Kein Rückruf. Aber darüber wunderten wir uns inzwischen schon nicht mehr. Schließlich aktivierte ich meinen 77jährigen Mann nochmals bei Vodafone anzurufen. Nachdem er sehr laut wurde, wunderte sich ein Kollege, dass man uns am Donnerstag überhaupt einen so kurzfristigen Servicetermin zugesagt hätte. Da unsere Gartennachbarin - siehe oben – mit ihrem Handy für mich anrief, hab ich also eine Zeugin für diese Zusage, denn sie übersetzte Wort für Wort an mich, was der - dies wohl auch mithörende und damit auch kontrollierende - Kollege versprach.
    Nun, heute Mittag also die zweite Zusage, ein Techniker würde kommen. Wann, das erführen wir in einem Rückruf . Der aber könne 48 Stunden dauern. Wann dann der Techniker kommt, steht sowieso in den Sternen.
    Ja, verdammt noch mal, wo leben wir denn?
    Haben jetzt zwei alte Leute, weitab auf dem Dorf wohnend, 48 Stunden Vodafone-Stubenarrest, in der Hoffnung, irgendwann mal wieder normal mit ihrer Mitwelt kommunizieren zu können?
    Der Auftrag an Vodafone für den DSL-Anschluss war – bei konkreten Versprechen, wie unverzüglich und unkompliziert das alles ginge – freundlich, schnell und unkompliziert in Sack und Tüten. Jetzt, da die Widerspruchsfrist für diesen Vertrag abgelaufen ist, scheint so ein Kunde, bei dem etwas schief läuft mit der Technik und zusätzliche Leistungen zu erbringen sind, nur noch lästig zu sein.
    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Maxi Wartelsteiner

  19. Von Doris

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass es die Telekom gar nicht gibt. Die Leitungsverbindungen werden von esoterischen Grünen per Geisteskraft hergestellt. Bei Beschwerden landen wir in irgendwelchen Sphären, die wir uns nicht vorstellen können - mit Engeln gefüllte Callcenter überfluten uns mit ihrer Güte. Und hinter DSL und Call&Surf und den vielen netten Abkürzungen stecken Geheimwissenschaften, die der normale ungeistige Sterbliche sowieso nicht kapiert. Der bekommt dann die gerechte Strafe. Indem er beispielswiese einfach “abgehängt” wird. So, selber schuld.

  20. Von A. Herrhausen

    Hallo zusammen,
    ist ja alles nett und schön. Was mich wundert, gehört das Geschäftsgebaren der Telekom noch nicht zum Allgemeinwissen? Was mich noch mehr wundert, warum muß Jutta Ditfurth diese unsägliche neue Mode eines Blogs mitmachen?
    LG Alf

  21. Von Lothar Strenge

    Liebe Freunde,
    von der Telekom kann ich ähnliches schildern. Das ist ein mafioser Haufen von Lügner und Betrügern. Da lügt das gesamte Callcenterpersonal, da lügt die nächste Gehaltsstufe ebenso. Die können sogar mit Toten reden, wie mir erklärt wurde. (Die wollten mit meiner verstorbenen Frau geredet haben).
    Es wird Zeit, die gesamte Telekom zu zerschlagen. Es sollten alle Abgeordneten aller Parlamente angeschrieben werden. Wer nichts macht, wird nicht wiedergewählt, punktum.
    Schlimm ist eigentlich nur, es gibt viele solcher “Telekoms” hier bei uns in Deutschland. Viele Bereiche sind absolut marode und kaputt.
    Was machen wir da?
    Eine Gruß aus dem Norden der Republik
    Lothar Strenge

  22. Von Maxi Wartelsteiner

    Meine Vodafone-Odyssee geht munter weiter. Nach 48 Stunden kam natürlich kein Rückruf. Unsere Nachfrage brachte zwar das Versprechen einer weiteren Vodafone-Bediensteten, die Sache nun sehr wichtig zunehmen. Aha! Inzwischen sind weitere 24 Stunden vergangen. Nichts …
    Ich stimme Doris zu, Telekom, Vodafone und all die Dinger sind Geistererscheinungen. Wenn man sich bloß nicht so abhängig von diesen Geistern gemacht hätte, haben machen lassen hätte …
    Maxi Wartelsteiner

  23. Von Friedhelm Lischewski

    liebe jutta,

    angesichts der epochalen leistungen der “dienstleitungsgesellschaft” (und in der tat: das hat system!) schießt mir immer häufiger ein zitat des ruhrpott-rockmusikers stoppock ein: “gewalt ist keine lösung - wenn man nur drüber redet!” - früher oder später möchte man schreien, oder es kriechen gewaltphantasien hoch. da wärmt es ein wenig, wenn man sieht, dass man nicht nur selbst diesem qualligen drecksverein erstmal hilflos gegenüber steht.

    mini-erfolg: die 23, 52 euro, um die es u. a. im unten zitierten schreiben geht, habe ich nicht gezahlt, und: den brief zu formulieren, bedeutete ein wenig balsam für mich.

    liebe grüße

    friedhelm

    FRIEDHELM LISCHEWSKI

    01051 Telecom GmbH
    Geschäftsführung
    Postfach 1277
    52516 Heinsberg
    Ihre Zeichen, Ihre Nachricht vom Unser Zeichen, unsere Nachricht vom Telefon, Name Datum
    19. 10. 2006 26. 10. 2006

    KÜNDIGUNG DER „PRESELECTION-EINSTELLUNG“

    Bezug: Ihr Schreiben vom 25. 10. 2006

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    vor mir liegt das Schreiben, mit dem Ihre GmbH mir meine Kündigung der „Preselection-Einstellung“ bestätigt; nach mehrfacher Lektüre habe ich mich zu einer Antwort entschlossen, da ich in Inhalt und Form eine Zumutung erblicke.
    Ganz allgemein zunächst: Der Sprachstil dient sicher nicht einer sinnvollen Kommunikation, sondern ist eher lächerlich; wenn man sich jedoch derart albern ausdrückt, dann aber auch „richtig“. Eine „Preselection Einstellung“, wie in Ihrem Betreff angeführt, ist eine Vorauswahl einer Einstellung, im Unterschied zu einer Vorauswahl etwa der Kleidung, des Haarschnitts o. ä. m. Erst ein Bindestrich würde das ausdrücken, was Sie vermutlich ausdrücken wollen: Eine Einstellung unter dem Titel „Preselection“. (Nebenbei: Warum hier mit Anglizismen, die Umfragen zufolge ein eher geringer Teil der Bevölkerung zu entschlüsseln weiß, gearbeitet wird, ist genauso albern. Ich nehme an, dass demnächst ein Grundschullehrer „ABC-Promoter“ genannt wird).
    Vielleicht sichern Sie sich mit der Produktion von internationalen Wortmonstern, wie „Rückgängige Preselection“ ja einen Platz im Guinessbuch, zu sinnvoller Kommunikation tragen Sie damit aber allenfalls im Quatsch-Comedy-Club bei.

    Ich komme zum Inhalt:
    Zunächst erläutert mir Ihre Frau K, eine „Kündigung zu einem späteren Zeitpunkt (Kündigung mit aufschiebender Wirkung) ist nicht möglich.“ Vielleicht erklären Sie mir den Sinn der Botschaft? In meinem Kündigungsschreiben vom 19. 10. 06 ist mit aller Deutlichkeit von sofortiger Kündigung die Rede.
    Weiter: Sie reklamieren einen offenen Posten von 23,52 Euro, angeblich vom 5. 1. 05. Danach wird mir ebenso wortreich wie für mich sinnlos dargelegt, wann die Telekom (mit k) etwas bei sich „ausbucht“, „andere Anbieter“ (hier z.B. die Telecom (mit c)) hingegen „eine Mahnung erstellen“ müssen. Die Telekom (mit k) gebe nun aber keine Auskunft über etwaige Forderungen der Telecom (mit c), sondern nur über ihre, der Telekom (mit k), eigenen Forderungen. Sie, die Telecom (mit c), behaupten also, Sie kriegen noch 23,52 Euro von mir.
    Nun ist es jedoch so, dass ich weder von der Telekom (mit k) über die genannte Nachforderung informiert wurde, noch von Ihrer Telecom (mit c). Was also tun? Sie, die Telecom (mit c), raten, ich solle die „Rechnungsendsumme“ mit meiner Überweisung an die Telekom (mit k) abgleichen. Aha.
    Wenn Sie bitte einen Moment annehmen wollen, dass mein Wohnraum auch anderen Zwecken als der Aufbewahrung von alten Rechnungen dient, bleibt in der Tat nur der Kontoauszug, auf dem eine „Rechnungsendsumme“ erscheint, die von der Telekom (mit k) eingefordert wurde, in der aber der Betrag von 23,52 Euro allenfalls als Forderung „anderer Anbieter“ (in diesem Falle also der Telecom (mit c)) in Form einer Art Zwischensumme versteckt war; diese aber taucht in meinem Kontoauszug nicht auf. Somit ist die „Rechnungsendsumme“, als Mischprodukt von Telekom (mit k) und Telecom (mit c), ganz offenbar ohne Aussage, was Ihre Forderung angeht.
    Da mir bislang auch keine Mahnung vorliegt, war ich seit dem 5. 1. 05 zu keinem Zeitpunkt über Ihre ominöse Forderung informiert, die ich zeitnah durchaus hätte überprüfen können, jetzt aber, nach 22 monatigem Stillschweigen der Telecom (mit c), nicht mehr. Aus den dargelegten Gründen betrachte ich Ihre Forderung als gegenstandslos.
    Letzte Fragen: Ist Ihnen schon mal durch den Kopf gegangen, mit welcher Hilflosigkeit normale Menschen Ihrem Wortbrei gegenüber stehen? Oder hat es gar Methode, bei Abschluss eines Vertrages von ausgesuchter, geradezu flötender Höflichkeit zu sein, den Kunden dann aber mit einem Gestrüpp von cs und ks zu überziehen in der Hoffnung, er verliere die Übersicht?

    Mit freundlichen Grüßen

  24. Von Walburga Haddan

    Hallo,

    echt traurig, was sich die Telekom da leistet. Aber für mich auch etwas erfreulich. So weiß ich doch nun, dass ich nicht alleine da stehe mit meinen Problemen mit diesem “Verein”.

    Ich möchte jetzt hier nicht unendlich viel schreiben, sondern fasse alles mal mehr als kurz zusammen: Am 16.06.2009 habe ich mir das Entertainpaket von so einem Volldeppen aufschwatzen lassen, der damit gleichzeitig meinen ISDN-Anschluss kappen ließ und mir einen analogen verpasste (warum auch immer). Den Reciver habe ich nie angeschlossen, da ich seit dem Tag der Freischaltung (23.06.2009) kein oder kaum noch eine Internetverbindung hatte. Was tun? Alles storniert. Das war ein paar Tage später. Seitdem: ca. 80 - 90 Anrufe bei der Telekom (habe ganz Deutschland durch und einen Großteil der Mitarbeiter), 50 EUR vertelefoniert (eben mit der Entertainabteilung), bisher 70 EUR Gutschrift erhalten, warte auf weitere. Internet funktioniert auch nach knapp 11 Wochen der Stornierung jetzt zwar wieder, aber nur dadurch, dass der 5. Techniker, der zu mir kam, ein anderes notdürftiges Kabel über den Wohnzimmerschrank hin zum Balkon und dann 3 Etagen tiefer, gelegt hat. Jetzt warten wir darauf, dass endlich jemand kommt und die Leitung komplett neu legt. Dazu müssen aber halt alle betroffenen Mietparteien zu Hause sein.
    Insgesamt warte ich also noch auf viel Geld, mind. 10 versprochene Rückrufe, 2 Technikerabsagen (sie sind einfach nicht erschienen, aber dafür waren 2 Tage Urlaub von mir futsch) und und und.
    Da ich bei Ebay verkaufe und die Geschäfte online abwickle, kann man sich ja vorstellen, was das für ein Chaos ist. Zudem schreibe ich Entschuldigungsmails ohne Ende, weil alle Welt dachte, ich will mit ihnen nichts mehr zu tun haben, da keine Rückmeldung.
    Habe die Nase so dermaßen gestrichen voll, dass ich am liebsten…..
    Nun ja, bin mal gespannt, wie es weitergeht. Wie gesagt, sind ja erst 11 Wochen her……

    Mit freundlichen Grüßen

  25. Von Vygi

    Meine Geschichte ist wohl viel länger, als jede andere hier erwähnte!

    den Entertain mit VDSL hatte ich am 30. Januar 2009 bestellt.

    Die ersten 3 Wochen war es wegen meinem alten DSL Provider nicht möglich (logisch) aber danach ist es wie folgt gelaufen:
    In März Call und Surf 6000 geschaltet aber keine Hardware.
    Auf Anfrage Hardware zugeschickt aber dafür fast 400 EUR (sic) berechnet (!!), obwohl in der Werbung 0,00 EUR stand. Da habe ich natürlich protestiert und Abbuchung bzw. Erstinkasso von DTAG wurde gestoppt, bis alles geklärt ist. Trotzdem später eine Mahnung bekommen. Da weiß eine Hand nicht, was die andere tut.

    Weiterhin hatte ich aber kein VDSL und kein Entertain; da musste ich umziehen. Habe mehr als rechtzeitig (mehrer Wochen im Voraus) einen Umzugsauftrag gestellt.
    Trotzdem 6 Wochen lang in der neuen Wohnung ohne Anschluss (kein Telefon, kein Internet). Entertain und VDSL für diese Zeit trotzdem voll berechnet (weitere 70+ EUR ohne Grund)!

    Im Juni endlich Telefonanschluss geschaltet aber Call-by-Call über 010 gesperrt, keiner weiß warum… Musste extra Fax schicken, um zu entsperren.

    Anstatt Entertain aber nur Call und Surf mit mageren 3000 kbps!

    Nach mehreren Beschwerden habe jetzt endlich (2-3 Monate später) endlich ausreichende Gutschriften bekommen. Aber auch Mahnung eines Drittanbieters (CallByCall) wegen 3,20 EUR, weil DTAG versäumt hat, dieses Geld weiter zu leiten.

    Grooooooßes Durcheinander haben die!

  26. Von Kalinko

    Hallo,
    Ich wundere mich schon wie soviele menschen sich in Aussagen reinsteigern können…
    Ich kann Ihnen ganau sagen warum Dieser RUF der DTAG so verdorben ist weil sich menschen wie hier untereinander aufspielen wie schlecht man doch ist… man kennt das auch aus anderen Branchen… BSP. Ne, in das Lokal gehe ich nie wieder..da habe ichmir den Magen vom Essen verdorben.. was meinen Sie? gehen sie dort nochmal essen oder würden sie diesen Laden eiterempfeheln? Wohl eher nicht, da alles auf dieser Mundprobaganda beruht ist es nicht überlich wenn man immer auf einem Rumhackt.

    Vieleicht sollten sie sich nicht immer nur die negativen Erfahrungen rausziehen.

    Denken sie dochmal an folgendes : WieViele Kunden der DTAG haben Ihren AS schon seit 30 Jahren und noch nicht eine Störung? Ist das nicht auch eine reife Leitung ein Netzwerk herzustellen indem man nach so langer zeit keine problem hatte? Und ausserdem ist es eine reife Leitung eine so Flächendeckende Techniker für ca. 70 Millionen Kunden auszubauen?
    Wer steckt denn hinter diesem Service?
    Hat jemand vor 20 Jahren an DSL oder VDSL gedacht?
    Wohl eher nicht und jetzt meinen Alle Kunden bei den es bis jetzt noch nicht berfügbar ist das Telekom es nicht hinbekommt? Die Deutsche Telekom hat innerhalb 1-2 Jahren hinbekommen die VDSL Netze flächendeckend zu optimieren und auch bereitzustellen.

    Wenn die Telekom nicht weiss wer und wo VDSL gefragt ist kann sie sich auch nicht anbieten, dafür gibt es mehrere Tools indem man sich hinterlassen kann.

    Klar das bei der 1 Geschichte etwas gewaltig schief gelaufen ist aber denken sie dochmal zurück, war es denn schon immer so ? Ist immer alles schief gelaufen? Oder hatten sie nicht vorher eine Super Leitung mit der sie arbeiten konnten über Jahre?
    Wer ermöglicht Ihnen eigentlich das Telefon und Internet? Nicht etwas Fremdanbieter oder ahnliches. SInd alles Telekom Leitungen. Keine eigenen Techniker bei 1+1 oder Alice. Alles Telekom.

    Ich denke man sollte auch ml bisschen entgegen kommen. Es sitzen nicht umsonst mehr als 7000 Mitarbeiter in den ca. 800 Shop und warten auf sie. Gehen sie ruhig dort hin. Es ist noch kein Mitarbeiter Meister vom Himmel gefallen, gibt aber immer die möglichkeit das was der MA falsch gemacht hat auch wieder ins Lot zu bringen.

    Denken SIe mal nach wofür auch ich jeden Tag im shop arbeiten gehen und mir immer komische Kundenaussagen anhören muss, evtl gestresst nach Hause komme, vorwürfe anhöre und trotzdem immer für einen Kunden da bin?

    Ist ja wohl für alle selbstverständlich.

    LG

Einen Kommentar schreiben