Der Dalai Lama war nicht in Wacken
Verglichen mit dem Auftritt des Dalai Lama in Frankfurt/Main und der unterdrückt-aggressiven Hysterie seiner Anhänger ist das jährliche Heavy-Metal-Festival im schleswig-holsteinischen Wacken ein Hort der Sanftheit, Freiheit und Emanzipation. Der Dalai Lama war in Frankfurt/Main und 50000 lagen zu seinen Füßen, Promis buhlten um Privataudienzen. Einnahmen: 1,75 Millionen Euro plus Spenden und Eso-Kommerz. »Der reale Humanismus hat in Deutschland keinen gefährlicheren Feind als den Spiritualismus…« schrieben Marx und Engels 1845 und sie hatten Recht.
Die Aussagen des Dalai Lama besitzen die Präzision eines Horoskops: Irgendwas passt immer, jedenfalls sofern man den kritischen Verstand ausschaltet. Dazu sind zehntausende deutscher Mittelschichtler ohne Skrupel bereit. Warum?1987 war ich in Tibet. Ärmste, offensichtlich mangelernährte gläubige Tibeter krochen demütig auf dem Bauch durch den Dreck vor den Tempeln, während Touristen die Edelsteingeschmückten goldenen Statuen der Paläste anhimmelten. Die soziale Lage der Tibeter war ihnen völlig gleichgültig. Es ging nur um ihr »spirituelles Heil«. In einem Kloster sah ich Dutzende von tibetischen Kindern, wie hospitalisiert schaukelnd, stundenlang im Halbdunkel und bei stinkenden Yakbutterlampen, Sprüche von Tafeln ablesen, Tag für Tag, Jahr für Jahr. Das nannten die Mönche »Ausbildung«. So zerstört man Gehirne.
»Was ist« fragte ich einen leitenden Mönch, »wenn eines dieser Kinder eines Tages doch anders leben will, vielleicht in eine Schule gehen und studieren?« Seinen Zynismus werde ich nie vergessen. Er sagte, dass sie sich aus den tibetischen Familien die viel versprechendsten Kinder holen, im Alter von vier bis fünf Jahren. So hält man sich die weltliche Konkurrenz vom Hals. Da es für die meist sehr armen Eltern von hohem Prestige war (Karma! Karma!), wenn eines ihrer Kinder auserwählt wurde, würden die Kinder aus ihren Familien verstoßen werden, falls sie fliehen. Der Mönch grinste selbstzufrieden als er hinzufügte, dass die Jungs ja auch kein Geld hatten und keine Schuhe. »Wie soll so einer über die hohen Berge die Tibets fliehen – ohne Nahrung und barfuss durch den Schnee?«
Die soziale Lage der Tibeter ist den Anhängerinnen des Dalai Lama nicht nur vollkommen egal – sie verlangen sogar die »Bewahrung der tibetischen Kultur«. (Das fordert auch die Linkspartei). Woraus bestand diese »Kultur«? Unter der Herrschaft des Dalai Lama und seiner Vorgänger lebten 95 Prozent der Tibeter in Leibeigenschaft, tyrannisiert von Adel und Kirche. Tibet war eine feudalistische Sklavenhaltergesellschaft. Bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts gab es keine Prise Demokratie. Hände abhacken bei Diebstahl, Folter vielfältiger Art bei oppositionellem Verhalten, Gefängniszellen in den Klöstern. Von der abgrundtiefen Frauenverachtung ganz zu schweigen. Aber auch die Sozialgeschichte Tibets interessiert die Dalai Lama-Fans nicht.
Im indischen Exil des Dalai Lamas wird noch heute abweichendes, kritisches Verhalten bestraft. Es herrschen Angst und Anpassung. Die deutschen Untertanen lieben Begriffe wie »Seine Heiligkeit« und »Seine Exzellenz«. Manche unserer Großeltern hätten geglaubt, Kaiser Wilhelm II. ist zurückgekehrt (Wiedergeburt!).
Von seltsamer Gleichgültigkeit bleiben die Dalai-Lama-Gläubigen auch gegenüber der Zusammenarbeit des Dalai Lama und seiner Familie in (seit?) den 1950er Jahren mit der CIA. Bis heute gehört es zu den geostrategischen Interessen der USA, die westliche Staatsgrenze Chinas in Frage zu stellen. Aber völkerrechtlich gehört Tibet zu China so wie Bayern zur Bundesrepublik. Für die Grenzaufweichung wird der Dalai Lama gebraucht, als eine Art »kalter Krieger«. Aber angesichts der starken Stellung Chinas gegenüber den USA in der Weltwirtschaftskrise müssen die USA zur Zeit ein bisschen vorsichtiger agieren. Vielleicht gibt es deshalb hie und da endlich ein paar kritische Töne, z.B. im stern, der wie der Spiegel jahrelang dem Dalai Lama gehuldigt hat? Gleichgültig sind die deutschen Dalai-Lama-Fans auch gegenüber den nachgewiesenen jahrzehntelangen freundschaftlichen Kontakten des Dalai Lama zu Nazis (SS-Oberscharführer Heinrich Harrer), Rechtsextremen (Jörg Haider, Miguel Serrano) und Shoko Asahara, dem Anführer der giftgasmörderischen AUM-Sekte. Von den engen Beziehungen Lhasas zu Himmlers SS-Ahnenerbe (NS-Tibet-Expedition auf der Suche nach einer arischen Elite) hat sich der Dalai Lama nie distanziert.
Er ist ein raffinierter Diplomat und kennt seine Jünger aus den Zentren des Kapitalismus genau, ihre soziale Ignoranz und ihre Sucht nach kritikloser Gläubigkeit, Hauptsache sie haben ein gutes Gefühl. Das Nützliche am lamaistischen Buddhismus, wie an den meisten Religionen, ist, dass sie privilegierten Menschen und Herrschaftsstrukturen Absolution erteilen. Oben bleibt oben und unten unten. Kein Widerstand, keine soziale Befreiung, nicht die kleinste Revolte. Auf’s Jenseits vertröstet. Alles ist Karma, auch Profit und Erfolg. Wie äußerst nützlich ist diese Ideologie in Zeiten der Weltwirtschaftskrise und Massenverelendung!
Bevor nun die organisierten AnhängerInnen des Dalai Lama ihre üblichen stereotypen Schmähbriefe losschicken (ihr Mantra: Alle Kritik am Dalai Lama wird von der chinesischen Regierung bezahlt!) noch eins: Man kann den Dalai Lama, seine Kirche und seine Anhänger kritisieren UND die inhumane Diktatur der chinesischen Regierung – unter der übrigens auch andere Chinesen leiden.



Liebe Jutta, ich freue mich, dass Du nun bloggend von Dir Hören machst. Habe neulich erst “Zeit des Zorns” gelesen und es war wahrlich eine Zeit des Zorns, solange ich das Buch in Händen hielt. Der Inhalt macht zornig. Das ist Dir hervorragend gelungen… naja, eigentlich ist es den Typen gelungen, die diese Welt so unerträglich machen. Dass Du nun aber seit sovielen Jahren dagegen aufstehst, dagegen anschreibst, macht Dich wirklich zu einem Vorbild an Standhaftigkeit.
Kurz zum Inhalt Deines Beitrages: Dem Dalai Lama scheint zu Ohren gekommen zu sein, dass er im Westen nicht nur freudig gefeiert wird. Kürzlich erklärte er dann auch, dass das alte System in Tibet keiner mehr wolle. Die Frage bleibt, warum es einen Lama dann noch braucht. Zumal die Tibeter sowieso wenig von der Exilregierung halten. Aber das kann er ja gut, sich winden, beteuern, lächeln und den Menschen Heilslehren vorblödeln.
Die vermeintliche Heilslehre des Dalai Lamas ist attraktiv für die Herrschenden, weil in ihr den Menschen aufgetragen wird, sich bedingungslos in ihr jeweiliges Schicksal zu fügen. Wie günstig für die Reichen, die nicht gezwungen sind, Klassenverrat zu begehen, was sie müssten, würden sie humanistische Werte wirklich vertreten. Günstig für das Kapital auch, weil die Armen automatisch arm bleiben, sie müssten sich ja gegen ihr vermeintliches Schicksal wehren, um ihre Ausbeutung zu beenden oder wenigstens in Grenzen zu halten. Und dazu womöglich noch Mittel anwenden, die der Dalai Lama als unfriedlich verurteilt. Und plötzlich merken, dass hinter dem, was angeblich ihr Schicksal sei, andere Menschen stecken. Das allein reicht also schon, damit der Dalai Lama den Herrschenden nützlich erscheint, nützlich dafür, dass – wie Jutta Ditfurth schreibt – oben oben bleibt und unten unten, und das gilt hier wie es auch in Tibet gilt. Unabdingbar für die notwendige Entzauberung des Dalai Lamas und deshalb verdienstvoll ist die Aufklärung über die Geschichte Tibets, über imperialistische Interessen, über das feudalistische Ausbeutungssystem der tibetischen Klöster und über die ideologischen und personellen Verbindungen, die es im Zusammenhang mit den esoterischen Elementen des Faschismus – was den einen das Karma, ist den anderen die Vorsehung – gab und gibt.
Liebe Frau Ditfurth,
ein großartiger und schon lange überfälliger Text.
Die religiöse Praxis, ein Kind seiner Mutter wegzunehmen und es dann einer Gehirnwäsche zu unterziehen, ist auch bei dem ebenfalls sehr beliebten, in den 80ern verstorbenen, Jiddu Krishnamurti eindrucksvoll als Marketingkonzept einer Sekte (hier der Theosophen) zu verfolgen . Krishnamurti negierte sowohl Vergangenheit als auch sein Ich und brauchte deshalb stets ein Publikum, um Beziehungen zu knüpfen.
Ingeburg Peters
Ich kann den Zornausbruch von Jutta Ditfurth gut verstehen und teile die allermeisten Einschätzungen zur Frage des Dalai Lama in seinem Auftreten hier in Frankfurt. Daß er, der sich jüngst lt. taz als “Halbmarxist” bezeichnet haben soll, politisch früh auf Roland Koch gesetzt hat, spricht für sich.
Die Praxis der Vermittlung von Dharma-Wissen in den Klöstern ist, wenn sie so verläuft, wie Jutta es schildert, das schlichte Gegenteil dessen, was der Buddhismus lehrt. Aber das war im Christentum seinerseits ja auch über weite Strecken so.
Mein Problem mit Texten wie dem vorliegenden oder auch den Veröffentlichungen von Colin Goldner ist, daß sie nicht wirklich inhaltlich auf die Madhyamika-Philosophie des Buddhismus eingehen, wie sie der Dalai Lama vertritt. Ich bin kein Experte für diese Fragen, aber ich denke schon, daß ein Roland Koch, wenn er wirklich zur Kenntnis nehmen würde, was dort gelehrt wird, eigentlich schreiend davonlaufen müsste. Genauso die Richard Geres, die Popstars und Medienfuzzis dieser Erde, deren sozialer Egoismus und psychischer Narzismus von der historischen Lehre Buddhas ja eigentlich einer denkbar schneidenden und fundamentalen Kritik unterzogen wird - auf dem Level des seinerzeitigen und natürlich immer interessegeleiteten Wissens über die menschliche Gesellschaft.
Es wäre, was ja hier auch gar nicht geschieht, etwas zu kurz gegriffen, identifizierte man “den Buddhismus” restlos mit dem Auftreten des Dalai Lama. Aber das ist natürlich ein weites Feld - wie das Verhältnis der realen Geschichte aller empirischen Religionen zum menschlichen Fortschritt, der weiteren Emanzipation der Gattung aus allen Unterdrückungs- und Herrschaftsverhältnissen und dem noch immer bevorstehenden Sprung aus dem Reich der Notwendigkeit ins Reich der Freiheit.
Der Dalai Lama jedenfalls kann kann unter der Latte, die diesen Sprung markiert, bequem hindurchlaufen …
Liebe Jutta Ditfurth,
all die Themen , die du behandelst haben ihre Berechtigung.
Du veröffentlichst die “Sachen” in einen begrenzten öffentlichen Medium, das heißt , du willst etwas bewirken und verändern in der Gesellschaft, leider kriegt das nur ein kleiner Teil der Gesellschaft mit. Du kämpfst gegen Windmühlen.
Es hilft ein wenig, aber wie bekommt man die “Sache” an die große Öffentlichkeit? Dieses Problem haben viele “Sozial”-Intellektuele.
Man sagt zwar, “Kleinvieh macht auch Mist”, aber das reicht nicht aus!
Man muß den meisten Menschen, auch Akademiker etc. die nicht gerade eine “Sozialintelligenz ” haben , sondern primitiv einseitig denken , diese wichtige sozialkritische Denkweise vermitteln, aber mit GROSSER Medienverbreitung.
Die Mehrheit der Gesellschaft ist leider noch nicht so weit, dass sie sozialkritisch denkt !
Solange das Kapital regiert, die Menschen Kanzler und Könige anhimmeln etc. ,
solange haben so Menschen wie Du, Jutta, noch viel zu tun, aber wichtig dabei ist, dass man sich nicht in “Klein-Medienaufmerksamkeit” zerreibt.
Alles Gute Edwin G. Stubner
Liebe Jutta,
danke für diesen Artikel und diesen Blog! Denn für Leute wie mich ist diese durch die von Interessen der Supermacht USA und ihren Konzernen gelenkte Zeit der Gehirnwäsche schon mehr eine der Verzweiflung als eine des Zorns.
Zur Bestätigung Deiner Angaben möchte ich noch folgendes Zitat (nach eigener Übersetzung) einbringen: „1948 schrieb Kennan [Planungsbeauftragter vom State Department, George Kennan, um die Denkweise hinter der U.S.-Politik zu Lateinamerika und der gesamten Welt zu veranschaulichen] die Politik-Planungstudie 23, in der er vertrat, dass, wenn die USA ihre Position der Weltbeherrschung behalten und ausbauen wollten, könnten sie wahrhaftig nicht die Menschenrechte und die Demokratie in Übersee respektieren. In dem Dokument heißt es:
„Uns gehören um die 50% des Reichtums der Welt, wir bilden aber nur 6 % seiner Bevölkerung … In dieser Lage können wir nicht vermeiden, Gegenstand des Neides und der Missgunst zu sein. Unsere wahre Aufgabe für die kommende Zeit besteht darin, ein Raster von Beziehungen auszuarbeiten, dass uns weiterhin erlaubt, diese Ungleichheit aufrechtzuerhalten … Um das zu tun, werden wir die Sentimentalität und Tagträumerei aufgeben müssen, und unsere Aufmerksamkeit wird sich überall auf unsere unmittelbaren nationalen Ziele konzentrieren müssen … Wir sollten aufhören, über vage und unrealistische Ziele wie Menschenrechte, Anhebung des Lebensstandards und der Demokratisierung zu sprechen.“
Kennan arbeitete dieses Konzept für eine Unterweisung von U.S.-Botschaftern in lateinamerikanischen Ländern aus. Von höchster Priorität war dabei zu vermeiden, dass sich der Gedanke, „dass Regierungen für das Wohlergehen ihrer Bevölkerung verantwortlich sind“ ausbreiten würde. Um ein Ausufern dieser Idee zu bekämpfen, argumentierte Kennan, „wir sollten uns nicht vor der Unterdrückung durch die Polizei der örtlichen Regierung scheuen … Es ist besser, ein starkes Regime an der Macht zu haben als ein liberales, das nachgiebig und entspannt und von Kommunisten durchsetzt ist.“ s.: Edward Herman zu Lateinamerika und den USA, Von Hans Bennett, 3. Januar 2009, bei „Dissident Voice“, http://www.dissidentvoice.org/2009/01/edward-herman-on-latin-america-and-the-us/#comment-35251
Edward Herman ist u.a. Autor von “The Washington Connection and Third World Fascism: The Political Economy of Human Rights: Volume 1,“ [Die Verbindung Washingtons zum Faschismus der Dritten Welt: Die politische Wirtschaftlichkeit von Menschenrechten: Band 1, Anm. d. Ü.] von 1979 dessen Koautor Noam Chomsky war, und „Manufacturing Consent: The Political Economy of the Mass Media”.
Entsprechend hat die CIA weltweit in Tibet wie in Lateinamerika, Feudalherren oder grausame Diktatoren unterstützt, die ihnen zu Willen waren.
Inzwischen übernehmen so gen. “NGOs”, die aus US-Steuern finanziert werden, den Großteil der Medienmanipulation: vgl.: Diana Barahona, Mitglied der “Northern California Media Guild” [Nordkalifornischen Mediengilde] in “Guild Reporter” (www.newsguild.org) zitiert in einem Artikel des kanadischen Journalisten Jean-Guy Allard in Granma, 9. Mai 2005, dtsch. Übersetzung: „Ménard gibt jetzt zu, was er früher bestritt - RSF - angeheuert von Otto Reich - kassiert Schecks aus Washington“ unter http://www.miami5.de/informationen/kubaner-050509.html
Darüber hinaus hat die CIA auch eigene Terroristen ausgebildet wie beispielsweise Luis Posada Carriles und Orlando Bosch und etliche andere Exilkubaner, die in Lateinamerika die “schmutzige Wäsche” für sie erledigten.
Während dessen sind fünf Kubaner, die diese Terroranschläge auf ihr Land verhindern wollten und auch Leben gerettet haben, seit nun mehr fast 11 Jahren in US-Haft, s. www.miami5.de oder www.freethefive.0rg oder www.antiterroristas. cu .
Korrektur:
Endlich spricht es mal jemand an: Die Funktion des Dalai Lama für die außenpolitischen Interessen der USA wird umfassend unterschätzt. Schon 1948 schrieb George Kennan (Planungsbeauftragter des U.S.-State Department): „Uns gehören um die 50 Prozent des Reichtums der Welt, wir bilden aber nur 6 Prozent seiner Bevölkerung (…) In dieser Lage können wir nicht vermeiden, Gegenstand des Neides und der Missgunst zu sein. Unsere wahre Aufgabe für die kommende Zeit besteht darin, ein Raster von Beziehungen auszuarbeiten, dass uns weiterhin erlaubt, diese Ungleichheit aufrechtzuerhalten… Wir sollten aufhören, über vage und unrealistische Ziele wie Menschenrechte, Anhebung des Lebensstandards und der Demokratisierung zu sprechen.“ Kennans Konzept sollte U.S.-Botschafter in lateinamerikanischen Ländern unterweisen. Von höchster Priorität war es, zu vermeiden, dass sich der Gedanke, „dass Regierungen für das Wohlergehen ihrer Bevölkerung verantwortlich sind“ ausbreitet. Kennan: „Wir sollten uns nicht vor der Unterdrückung durch die Polizei der örtlichen Regierung scheuen [gemeint ist, dass sich die US-Regierung nicht vor der Zusammenarbeit mit Unterdrückern des Volkes scheuen sollte) (…) Es ist besser, ein starkes Regime an der Macht zu haben als ein liberales, das nachgiebig und entspannt und von Kommunisten durchsetzt ist.“ [s.: Edward Herman zu Lateinamerika und den USA, Hans Bennett, http://www.dissidentvoice.org/2009/01/edward-herman-on-latin-america-and-the-us/#comment-35251
Die CIA hat, diesem Konzept entsprechend, weltweit, in Tibet wie in Lateinamerika, Feudalherren oder grausame Diktatoren unterstützt, die ihnen zu Willen waren. Inzwischen übernehmen so gen. “NGOs”, die aus US-Steuern finanziert werden, den Großteil der Medienmanipulation. (vgl.: Diana Barahona, Mitglied der “Northern California Media Guild”, in “Guild Reporter” (www.newsguild.org).
Darüber hinaus hat die CIA eigene Terroristen ausgebildet z.B. Luis Posada Carriles und Orlando Bosch sowie etliche andere Exilkubaner, die in Lateinamerika die “schmutzige Wäsche” für sie erledigten. Während dessen sind fünf Kubaner, die diese Terroranschläge auf ihr Land verhindern wollten und auch Leben gerettet haben, seit nun mehr fast 11 Jahren in US-Haft (siehe: www.miami5.de) .
Werte Jutta Ditfurth,
herzlichen Dank für Ihren - mutigen - Beitrag zum Dalai Lama. Der Lamaismus ist wohl eine der rückschrittlichsten Ideologien, die es überhaupt noch auf der Welt gibt. Die üble feudalistische Ideologie wurde völlig zu Recht im Chinas Mao Tsetungs bekämpft und aktiv für die Befreiung der Bevölkerung von dieser feudalen Diktatur gearbeitet, was noch heute zu den wüstesten Verunglimpfungen führt.
Der Dalai Lama weiß das, äußerst das auch immer wieder präzise, aber es rauscht an den Ohren derer, die gemeint sind selig v o r b e i .. wie das halt so ist, wenns innerlich ums eigene Ego geht und äußerlich etwas anderes behauptet wird. Aber wirklich neu ist das nicht.
Das Demütigen und das Sich-Demütigen-Lassen von Menschen ist, was mich am meisten bedrückt. Ich will in keiner Welt mit gedemütigten Menschen leben. Ich will das auch niemandem sonst zumuten. Es lebt sich einfach schlecht in einer Gesellschaft mit lauter gedemütigten Menschen. Ganz einfach.
Ich habe mich entschlossen, gegen Demütigungen in welchen Verkleidungen auch immer vorzugehen, dagegen zu kämpfen und den Scheinheiligen die Maske vom Gesicht zu reißen. Ganz konkret etwa, neben anderem, wenn es um die Ausbreitung von Esos in meiner Nachbarschaft, in der Gesellschaft geht.
Ich kann das Kämpfen nur empfehlen. Denn es hat Erfolg, wenn man - am besten gemeinschaftlich - Haltung annimmt, nicht nachgibt, Gesicht zeigt, seinen Standpunkt klar, furchtlos und energiegeladen einnimmt, sich nicht irre machen läßt, und diesen seinen Standpunkt anderen auf der Vernunft-Basis zur Diskussion anbietet.
Da das aber auch Zeit kostet, habe ich leider beispielsweise nicht so viel Zeit, hier ausführlicher zu posten. there´s a time to talk, there´s a time to fight.
Ich Naivling habe jahrelang feuchte Augen bekommen, wenn der Dalai Lama der Welt etwas von Friedfertigkeit und Duldsamkeit erzählte und weise lächelte. Das ist beeindruckend, solange man nichts über Hindergründe und Zusammenhänge weiß, wie sie jetzt von Jutta Ditfurth erläutert wurden. Man wird alt wie eine Kuh, und lernt immer noch dazu.
Grüss Gott Liebe Jutta ! Gratulation zu Deinem Buch ” Zeit des Zorns ” ! Long time no see ! Ich schreibe auch an einem Buch , über meine Erkenntnisse über das fasschistische Kastensystem in Indien , denn wie Du ja weisst , hatte ich einen ” Guru ” dort und war sozusagen der Guenther Wallraff im Ashram . Ich würde mich freuen wenn Du mal in meinem Blog vorbeischaust .Ich glaube , es ist der 3. beitrag - plus kommentare - wo ich artikel über meine Erkenntnisse zu diesem thema veröffentliche . Ausserdem habe ich mich weiterhin schlau gemacht über die ” ufo “-sache und habe in Roswell / New Mexico haarsträubende dinge erfahren , die einen sehr “zornig” machen können . Mit Zorn erreicht man aber nur das , was die Verbrecher wollen , dass wir uns untereinander streiten und respektlos miteinander umgehen. Ich hoffe , in der Zeit des Zorns lernen wir, den Zorn in KONSTRUKTIVE Bahnen zu lenken und menschlich miteinander umgehen . Viele liebe Grüsse von Nina
Liebe Jutta Ditfurth,
mit Ihren schriftstellerischen Fähigkeiten haben Sie, auf der Basis Ihrer politischen Einstellung, einen Gegenpol zum opportunistischen Journalismus geschaffen. Das gefällt mir!
Der Lamaismus ordnet sich in die Vielzahl von Glaubens- und Religionssysteme ein, welche generell der Unterdrückung des Menschen durch den Menschen dienen.
Diese Glaubenssysteme haben die gleiche Funktion, wie die gegenwärtige Psychologie: Menschen werden konditioniert, um menschenunwürdige Lebensbedingungen zu ertragen. Es ist die Absicht, Menschen daran zu hindern, ihre Freiheit zu erkämpfen. Anpassung an ein krankes System.
Die Glaubenssysteme existieren deshalb, weil damit große gesellschaftliche Bereiche kontrolliert werden. Sie verschleiern die Realitäten absichtlich, um die bestehenden Machtverhältnisse, innerhalb kapitalistischer Umwandlungsprozesse, zu stabilisieren.
Folgendes, gebe ich zu bedenken:
Die jungen Mönche des Lamaismus, sind die Leidtragenden in Tibet. Obwohl sie seit frühester Kindheit indoktriniert wurden, haben sie einen eigenen Freiheitswillen entwickelt. Wer unterstützt ihren Freiheitskampf? Den Kampf gegen die alten faschistoiden Mönche und gegen die chinesische Obrigkeit.
Wer den Dalai Lama finanziell unterstützt, fügt diesen jungen Menschen schweren Schaden zu!
Liebe Jutta,
mein Eindruck ist, dass Dir der Dalai Lama und die, die ihn inspirierend finden mächtig auf die Nerven gehen. Das tut mir leid!
Der Artikel ist dann auch nur eine Sammlung von Vorurteilen, Abwertungen und reflektiert Deine Gemütslage. Diese auszudrücken, dazu sind Blogs da.
Inhaltlich ist der Artikel nicht erhellend und auch nicht originell. Ich kann verstehen, dass es für einige Deutsche suspekt ist, dass einer Person von so einem weiten Feld an Menschen soviel Verehrung und Respekt entgegengebracht wird.
Neben Friedensnobelpreis erhielt der Dalai Lama zudem viele Ehrendoktorwürden, zuletzt von der Uni Marburg. Manche sehen eben Qualitäten in ihm, manche nicht. So ist das halt. Wir sind alle Menschen :-)
Keep your chin up!
Ach Jutta, immer noch dabei alles und jeden mit Deiner links-elitären Latte zu vermessen?
Damit hast Du die Grünen in ferner Vergangenheit geknechtet und versuchst es nun immer wieder mit allem was nicht in in Dein “linkes” Weltbild passt. Du weigerst Dich wie die bürgerlichen Spießer, eben nur angeblich von der anderen Seite kommend, weiter zu denken und über Deinen eigenen begrenzten Horizont hinaus zu gehen.
Die Qualitäten heißen Unduldsamkeit, Rechthaberei, Denken nur in vorher festgelegten Rastern, gedankliche Gleichschaltung nach der eigenen Ideologie. Diese Qualitäten sind mir immer suspekt, egal aus welcher Ecke sie kommen.
Sehr geehrter Herr Mark Lovel,
wenn der Dalai Lama Auszeichnungen welcher Art auch immer sogar von einer Uni in Marburg erhält, müssen Sie das nicht Frau Ditfurth unter die Nase halten, sodnern der Uni Marburg, die für die Preisvergabe verantwortlich sind. Oder gehe ich fehl in der Annahme, dass auch Uni-Obere fehl und geistig öfters ganz schön irre gehen können?
Und Frau Ditfurth wird sich mächtig freuen, dass sie Ihnen leid tut. Ommmmmmmmmmmmmmmmmm.
Jaja, und diese weiten Felder, gell. Am schönsten sind ja die “geistbevölkerten” Felder mit “uralter Erdkrume”, die man auf dem flachen Land zu Heils- und Kultzentren umfunktioniert, ohne Rücksicht auf Verluste.
Anmerkung zu Kommentar 14 :
Lieber Herr Lovel,
nicht ohne Grund, gibt es den alternativen Nobelpreis. Die Selbstbeweihräucherung der kapitalistischen Elite, wird gerade in der Gegenwart auf die Spitze getrieben. Das kritische Bewusstsein gegenüber akademischen Würdenträgern, sollte spätestens seit den Versuchen von Herrn Dr. Mengele, fester Bestandteil des Handelns sein.
Als am 20. Juli 2008, der damalige Präsidentschaftskandidat Obama seine Rede vor der Siegessäule in Berlin hielt, habe ich die Situation sehr bewusst wahrgenommen: Die Rede wurde nicht simultan übersetzt - weder in Wort, noch in Schrift. Auch für denjenigen, welche amerikanisches Englisch beherrschen, war die Akustik nicht überall ausreichend. Die Zuhörer können nicht alles verstanden haben. Doch was geschah? Sie haben lauthals applaudiert. Sie waren begeistert, ohne zu wissen, worum es im Detail ging. Wenn so etwas in Deutschland geschieht, hat dies eine besondere “Qualität”. Sie wollen wieder einer Führungspersönlichkeit nachlaufen, und sie tun es prinzipiell schon. Es wird geübt. Für den, der da kommen soll. Wir sind 1933 und 1984 zugleich.
Wenn im Internet, Videos über Atlantis, Tibet und die Externsteine verbreitet werden, dann zielt dies nicht auf eine kritische Verarbeitung mit dem Okkultismus des Nationalsozialismus, sondern auf dessen Verbreitung. Gerade diejenigen, welche Ihre Sonnewindfeiern noch unabhängig von Nazis abhalten, wissen nicht, wie dicht sie sich der braunen Ideologie angenähert haben.
Jutta Ditfurth hat erkannt, welche Schlüsselfunktionen Tibet und der Lamaismus für den Faschismus darstellen. Die nationalsozialistische Ideologie ist nie ausgelöscht worden. Sie wird sich wieder, wie ein Steppenbrand ausbreiten. Diese Entwicklung gilt es zu verhindern.
Grundsätzlich, finde ich es sehr bedauerlich, wenn Jutta Ditfurth ihren politischen Standpunkt auch noch verteidigen muss. Ist es notwendig, sich in Deutschland für antifaschistisches Handeln zu rechtfertigen?
Frank Polakowski, Berlin
Free Tibet! - Antwort an einen anonymen Blogger
“Tibet war ein freies Land (Internationale Juristenkommission, Genf) und wird es auch irgendwann wieder sein. Das man falsche historische Fakten immer wieder genau gleich wiederholt macht den Inhalt nicht wahrer. Die Frage ist einfach; wissen die bedauernswerten Chinesen es nicht besser (Gehirnwäsche) oder sind sie immer noch nicht fähig eigene Gedanken zu entwickeln und zu persönlichen Ansichten zu gelangen, ohne die, mittlerweile peinlichen, Parteiparolen zu wiederholen. Der Gesichtsverlust und der Prestigeverlust für China ist enorm. Die Welt ist über die wahren Hintergründe Informiert, aber bedauernswerte Gehilfen der Partei lässt man weiterhin kindisch trotzigen Unsinn bloggen. Wann pfeift man diese bellenden Hunde endlich zurück?”
Ein anonymer Blogger auf: http://german.china.org.cn
Eine merkwürdige Argumentation - und es ist wirklich erstaunlich, wie genau dieser Mensch es weiß! Er beklagt, daß man “falsche historische Fakten immer wieder genau gleich wiederholt”! - Aber falsche historische Fakten gibt es nicht: also sind es historische Fakten - oder sind es keine?
Diese erstaunliche Logik setzt sich fort.
Natürlich sind es vor allem die “bedauernswerten Chinesen”, die es nicht besser wissen (wegen der herrschenden Diktatur - nicht besser wissen können) - aber WIR, WIR wissen alles besser - können “eigene Gedanken” entwickeln, “zu persönlichen Ansichten” gelangen, ohne die “mittlerweile peinlichen, Parteiparolen zu wiederholen”. Und WIR bemerken es nicht einmal, dass WIR gebetsmülenartig immer wieder den selben Schwachsinn wiederholen! - Vielleicht entschließt sich dieser anonyme “Free Tibet”-Kämpfer freiwillig Leibeigener des Dalei Lama zu werden. Diese FREIHEIT hat er ja. - Dann darf er auch auf die bellenden Hunde pfeifen!
Herby Rusche durfte ja nun auch nicht fehlen. Da ich derzeit eine kleine Vortrags-und Artikelreihe zu 40 Jahren Teilreform des §175 vorbereite und mithin über die bürgerlich-konservative Anpassungshistorie der einstigen schwulen Emanzipationsbewegung, stieß ich - verzeihung für den unbeabsichtigten Doppelsinn - auf Herrn Rusches Homepage, die vor peinlichster, hymnischer Devotion gegenüber dem Repräsentanten eines einstigen feudalistischen Mönchsregimes nachgerade überfließt, der heute allerdings vor allem als Projektionsfläche der autoritär-regressiven Sehnsüchteleien des weniger intellektuell als kontentechnisch gehobenen bundesdeutschen Bourgeois fungiert. Diese Art Grünen, bei denen mir schon immer schwarz vor Augen wurde, hat Jutta Ditfurth im Gegensatz zur larmoyanten Rusche-Klage anscheinend nicht genügend “geknechtet” und kujoniert, weil ansonsten nicht Figuren wie Joseph Wilhelm Fischer auf katastrophale und für die Bewohner beispielsweise des serbischen Städtchens Varvarin katastrophale Weise geschichtsmächtig hätten werden können. Nein, mit diesen Grünen, wobei mir by the way noch Ihro Peinlichkeit Antje Vollmer mit ihrer tränenseligen Pastoralattitüde in den Sinn kommt, war definitiv kein emanzipatorischer Entwicklungsschub zu bewirken, sondern nur esoterisches Gefasel zu erwarten plus Hartz IV plus Kriegseinsätzen unter pseudomoralischem Vorwand. Mir war der bürgerliche Verein, das gebe ich freiweg zu, schon lange Jahre, bevor Jutta Ditfurth den Schlußstrich zog, zutiefst suspekt, und zwar allein aufgrund des gegenaufklärerischen, okkultistisch-spritistisch-paragnostischen Geweses, das sich im Milieu der Grünen mit Spitzenwerten beispielsweise in der hingebungsvoll hirnausschaltenden, an ekstatische Verzückung grenzenden, Verehrungshaltung gegenüber dem angeblich zum 14. Male wiedergeborenen Surrogat-Papst kristallisiert. Dieses Syndrom zieht sich, was Herrn Gyatso betrifft, freilich längst durch alle politischen Milieus - der gute Tenzin taucht auf, schon taucht jeglicher klare Gedanke ab.-
Qualvoll fand insofern Volker Bräutigam, wie er “Ossietzky” und der “Neuen Rheinischen Zeitung” mitteilte, ein sogenanntes “Fernsehinterview” der sogenannten “Nachrichtenmoderatorin” Marietta Slomka im sogenannten ZDF-heute-journal mit dem sogenannten “Ozean der Weisheit”, der auch dort freilich nur wieder ein Meer seifenblasigen Unsinns produzierte. Was ihm freilich nicht vorzuwerfen ist, denn anderes ist von ihm nicht zu erwarten, sondern der submissest in religiöser Anhimmelei vor dem Halbgott zumindest verbal knierutschenden öffentlich-rechtlichen Fernsehmeßdienerin.- Näheres unter:
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=14110
Zu den Fans von Immanuel Kant:
Es ist bedauerlich, wenn noch immer versucht wird mit Immanuel Kant, die verlogene Moral und die zweifelhaften Werte, einer antiquierten Gesellschaft zu restaurieren.
Die Phase der vorübergehenden Orientierungslosigkeit auf der linken Seite, ist überwunden und als Folge der Wiedervereinigung Deutschlands erklärbar. Die fortschrittlichen Kräfte, lassen sich nicht durch Kant beeindrucken.
Es ist gut, wenn ihr eure Lanzen für Kant zerbrecht. Für Marx und Engels heben wir unsere auf. Im übertragenden Sinne natürlich.
Französische Fassung des Beitrags
Le dalaï-lama n’était pas à Wacken
http://www.tlaxcala.es/pp.asp?reference=8331&lg=fr
Spanische Fassung
El Dalai Lama no estuvo en Wacken
http://www.tlaxcala.es/pp.asp?reference=8305&lg=es
English version coming soon on http://www.tlaxcala.es!
Liebe Jutte, lieber Mark Lovel,
auch ein Dr. h.c. wird für “wissenschaftliche Leistung” verliehen.
Wer kann mir sagen, wo ich finden kann, für welche “Dr. h.c.-Leistungen” Herr Lama geehrt wurde?
Eine Ergänzung aus wikipedia:
“Deutsche Hochschulen handhaben die Verleihung zurückhaltend, die Ehrung wird in erster Linie aufgrund hervorragender Verdienste auf wissenschaftlichem Gebiet vorgenommen.”
Wer hilft mir, diese “Verdienste” zu finden?
wieso wird eigentlich diesem absolut nichts sagenden menschen eine dermaßen große aufmerksamkeit zu teil? nichts als gebrammsel, für´s leben und überleben überflüssige lebensweisheiten und vor allem unglaublich viele lügen und oder totale amnesie. schon lange gibt es kritische und excellente beiträge über das wahre wirken des Tenzin Gyatso. schade, dass sich so viele promis wie auch politiker vor dessen karren spannen lassen - sei es aus geistiger minderentwicklung (ursula karven, richard gere etc.) oder aus politischer erfolgsorientierung (roland koch, hr. steinmeier etc.) Es wäre wünschenwert, wenn man in der primetime einmal differenzierter über das treiben “eurer heiligkeit im exil” erfahren würde. anstatt dessen heucheln den DL sogar bisdato glaubwürdige, souveräne nachrichtensprecher an. was ist nur mit den menschen los, dass sie derartig uninformiert, ohne jegliches hinterfragen derartigen leuten immer wieder auf den leim gehen? es muss etwas mit der exorbitanten dummheit der menschen, gepaart mit der angst vor dem tod oder impotenz zu tun haben. drogen, eigene unzulänglichkeit oder eine schlechte kindheit können natürlich ebenfalls auslöser für die flucht in diese eso-arrangierte u2-pop-religion sein. ich empfehle allen wirklich interessierten das buch “der fall eines gottkönigs” von colin goldner. unglaublich gut recherchiert und sensationell entwaffnend!
Liebe Jutta,
ich komme definitiv nicht aus Deinem politischen, marxistischen oder sonstwie konditionierten Umfeld.
Aber ich bin Buddhist und als solcher muss ich Dir vollkommen Recht geben:
“nicht schöne Worte, sondern wahre Worte” (Buddha) sind notwendig.
Schön, wenn sich nicht jeder aus unserer politischen Kaste vor einem “Papst einer primitiven Urreligion” in den Staub schmeisst, sondern einmal seinen Verstand einschaltet und unvoreingenommen beobachtet.
Es war furchtbar, wie es noch unter dem Dalai Lama den Tibetern erging. Jede Ethik und Moral Buddhas wurde in Jahrhunderten eben nicht in Tibet umgesetzt - wie z.B. beim indischen König Ashoka.
An Ihren Taten sollt ihr Sie erkennen … ja es gab Folter, Verstümmelungen und Todesstrafen in Tibet. Der überlieferte Dreikorb von Buddha gibt diese nicht im entferntesten her.
Dass die Mönche und Lamas in der tibetischen Kultur des Dalai Lama, Mädchen von leibeigenen Bauern und Hirten, für perverse sexuelle Rituale nutzen und sie trotz gegenteiligem Verbot Buddhas, schwängern, sollte gerade den vielen westlichen Anhängerinnen des Dalai Lama zu denken geben!
Obwohl dem Dalai Lama diese Praktiken zwischen Mönchen/Lamas und Mädchen/Frauen bekannt sind, hat er diese bis heute nicht verboten, sondern nur untersagt im Beisein von “Ungläubigen” darüber zu reden.
Wie steht es denn mit der formellen Unterstützung des Dalai Lamas, dass Frauen auch erleuchtet werden können, dass sie Nonnen werden dürfen und, dass es einen Nonnenorden geben soll?
Der Dalai Lama ist “Papst” von einer der 3 tibetischen Kirchen und hat es nun über viele Jahre als “Chef” nicht fertig gebracht wieder einen Nonnenorden in seiner Kirche zu zu lassen! Welch Heuchelei!
Die Katholische Kirche geht heute mit sexuellen Verfehlungen seines “Personals” weit offener und konsequenter um, als das der auch so weltoffene Dala Lama praktiziert - denn was ja nicht sein darf, ist ja auch nicht!
Also, sobald man den Dalai Lama sieht oder darüber liest: Hirn einschalten und mündiger Bürger werden!
http://www.zen.fuer-uns.de/menuf=kritik
Zum Beitrag 25, von Michael:
Die Konditionierung von Menschen beginnt an dem Punkt, wo sie als Kind bzw. sozial Abhängige, einen Glauben aufgezwängt bekommen und Ritualen unterworfen werden, denen sie nicht mehr entrinnen können.
Wenn Marx und Engels erwähnt werden, dann heißt das nicht, dass ein dogmatischer, linker Standpunkt eingenommen wird, wie es in den Zeiten des Stalinismus der Fall war. Der Freiheitsbegriff, ist in der undogmatischen Sichtweise von entscheidender Bedeutung. Hier sind keine Menschen dazu konditioniert worden. Und dies, soll auch nicht geschehen.
Der Lamaismus in Tibet hat seine verschlossenen Türen, hinter denen Dinge geschehen, welche gegen die Menschenrechte verstoßen. Es ist wichtig, dass die Betroffenen über diese Dinge reden können und diese Zustände beseitigt werden.
Ob der Dalai Lama, Dinge untersagt oder verbietet, macht für mich keinen Unterschied. Wenn Menschen nicht den Mund aufmachen können, um sagen zu können, was los ist, dann ist dies nicht zu akzeptieren. Insbesondere dann nicht, wenn es um Verstöße gegen die Menschenrechte geht.
Deshalb ist es notwendig, dass die Öffentlichkeit mit den faschistoiden, menschenverachtenden Realitäten im Lamaismus konfrontiert wird. Solange die Öffentlichkeit, mit der Scheinwelt von tibetanischen Spruchweisheiten besäuselt wird, solange muss auch immer wieder der Faschismus des Lamaismus in Erwähnung gebracht werden. Die Gesellschaft vergisst leider viel zu schnell, wozu solche Führungspersönlichkeiten fähig sind und was sie tatsächlich tun.
Frank Polakowski, Berlin
Hallo allerseits,
gut finde ich in diesem Blog nicht nur das Thema – Dalai Lamaismus ist für mich nahezu Neuland.
Gut finde ich insbesondere die Mehrheit aller Wortbeiträge, zeigen sie doch deutlich, dass noch nicht alles verloren ist, dass es noch berechtigte Hoffnung gibt.
Ich nehme mir an dieser Stelle die Freiheit, die Liste der prominenten Dalai-Fans an dieser Stelle ein bisschen zu ergänzen:
1. Da wäre zum einen der Journalist Franz Alt. Der wurde zu einem Zeitpunkt, als die Grünen noch ein offenes Experiment waren (ein Vierteljahrhundert ist es jetzt her) immer als ein „tolerierbarer CDUler hingestellt und akzeptiert, weil er so einen starken Hang zur Sonnenenergie hatte und nach wie vor hat. War doch das Wahrzeichen der Grünen eine Sonnenblume (oder ist es sogar noch)…
2. Eigentlich mag ich Konstantin Wecker immer dann, wenn er singt: Ebenso seine alten wie auch seine neuen Lieder. Wobei mir seine älteren wesentlich besser gefallen…….
Nur drei Punkte stören mich an ihm:
a. Seit geraumer Zeit macht er auch für seinen „Hang zum Spiritualismus“ Werbung. Worin dieser Spiritualismus allerdings rein inhaltlich besteht, konnte ich bis heute leider inhaltlich nicht näher ergründen. Es bleibt somit ein unbestimmter ziemlich übler Nachgeschmack…..
b. Als Betreuer seines Webmagazins „Hinter den Schlagzeilen“ hält er sich einen studierten Germanisten, der nicht nur im Eso- und Spiri-Bereich in der Vergangenheit in einschlägigen Internet-Magazinen publiziert hat, sondern auch heute noch Sympathien für mehr als fragwürdige Non-Subjekte oder auch Hassfiguren wie z. B. den Querfront-Verfechter und Proklamierer der sogenannten „Schicksalsgemeinschaft“ Jürgen Elsässer aufbringt. Hierbei handelt es sich um eine Person, die schon in den 70er Jahren mehr als schillernd dadurch in Erscheinung getreten ist, dass es ihr gelang, trotz restriktivst angewandtem Berufsverbot gleichzeitig Mitglied in einer vom Verfassungsschutz beobachteten Vereinigung zu sein und parallel hierzu den Beruf eines Lehrers zu bekleiden. Ich persönlich jedenfalls glaube nicht an Zufälle. An die Macht der „dritten Hände“, welche im Spiel sind, schon viel eher….. nicht nur im Bezug auf den Buback-Mord oder das Herrhausen-Attentat.
c. Der dritte Punkt ist streng genommen für diesen speziellen Blog Off-Topic, sei aber der Vollständigkeit halber hier dennoch erwähnt: Das Stichwort lautet: Links blinken, rechts abbiegen. Oder auch:
Überall dort, wo sich Konstantin Wecker politisch in Szene setzt, ist „Der Dumme Doktor Diether Dehm-Desoi“ nicht weit (für Fans der Linguistik: 6 Mal D in Folge nennt man eine Alliteration).
Laut den Ausführungen von keinem Geringeren als Pit Budde aus Dortmund (nachlesbar hier: http://www.netzwerk-regenbogen.de/budde030424.html) hat ebendieser Herr durch seinen in den 80er Jahren in Frankfurt / Main ansässigen „Die & Die Kulturladen“ dem Prinzip Selbstbestimmtheit im linken Musikermilieu nachhaltigen Schaden zugefügt und sich dabei noch gehörig selbst bereichert. Soviel zur eigentlichen gesellschaftlichen Rolle „linker“ Sozialdemokraten, die heute in der „Linkspartei“ auftreten. Hier sind die besten Kapitalismusberater überhaupt versammelt. Wenn man dann noch das in diesen Kreisen immer noch anwesende Know-How, wie denn „Staatssicherheit“ zu organisieren wäre, hinzuaddiert, ergibt die Gesamtsumme eine nahezu geniale staatstragende Mixtur, welche die Gesamtkompetenz der konkurrienden bürgerlichen Parteien nahezu vollständig in den Schatten stellt……..
Von Jutta Ditfurths Bruder Christian gibt es irgendwo im Internet eine recht gute Aufbereitung: Ostalgie - meine Reise durch die PDS. Prädikat: Sehr sehr lesenswert!
Zu den Punkten 2 a und 2 b sei erläuternd hinzugefügt:
1. Es gibt konsistentere und weniger konsistente Charakterstrukturen. Die weniger konsistenten haben einen starken Hang zu gesellschaftlichen Irrationalismen. Das kann bei Massierung und Zuspitzung Gefahr bedeuten, muss aber nicht……
2. Zur Ausbreitung benötigen gesellschaftliche Irrationalismen nicht zwingend ein historisch desillusionierendes Ereignis (→ wie z. B. den Mauerfall oder dgl.).
3. Gesellschaftliche Irrationalismen sind vielmehr als zeitlose Konstante zu werten – sie sind mal stärker und mal schwächer ausgeprägt.
4. Unerträglich wird es immer dann, wenn die Fans von Irrationalismen irgendeine Form von Macht haben, zum Beispiel die Macht der Zensur. Dann ist wirklich Vorsicht geboten!
In diesem Sinne
Zum Beitrag 27, von Herrn Ulrich Bartels:
Ja, Herr Bartels, es ist richtig,
auf die prominenten Fans, des Dalai Lama hinzuweisen.
Auch der Sänger Gunter Gabriel gehört dazu. In einem längeren Interview zu seiner Person, hat er sich zum Dalai Lama geäußert. Danach ist “das Buch vom Dalai Lama”, eines der wenigen Bücher, welche er ständig dabei hat - nach Terminkalender und Tagebuch.
Was aber in diesem Zusammenhang wichtig ist, ist die Empfehlung an seine Kinder. Sinngemäß, in meinen Worten und Interpretation: Der Dalai Lama, ist das Vermächtnis und Exzerpt, seiner Lebenserfahrung. Die Quelle, von Kraft durch Freude. (Hintergründe des Lamaismus sind vielen Fans, oft nicht bekannt.)
An diesem Beispiel, kann auch aufgezeigt werden, wie Menschen, durch die kapitalistischen Bedingen unter extremen, menschenunwürdigen Druck geraten, und in ihrer Not nach Strohhalmen greifen, um überleben zu können. Dies ist eine der gefährlichen Ursachen, welche Spiritualität, Okkultismus und Esoterik, die Tür zu den menschlichen Gehirnwindungen öffnet.
In der Glückseligkeit einer irrationalen Welt, wird der kritische Geist paralysiert, und es erfolgt ein Handeln in die verkehrte Richtung. Wenn überhaupt noch gehandelt wird - Ommm!
Diejenigen, welche den Dalai Lama helfen, unterstützen damit, eine der Besänftigungsstrategien des Kapitalismus, welche darauf abzielt, die sozialen Widersprüche zu stabilisieren.
Im weiteren Sinne
Frank Polakowski, Berlin
Schwedische Fassung des Beitrags/Svensk version av denna artikel:
Dalai Lama var inte i Wacken
http://www.tlaxcala.es/pp.asp?reference=8370&lg=sv
Englische Fassung/English version:
The Dalai Lama was not in Wacken
http://www.tlaxcala.es/pp.asp?reference=8366&lg=en
Es ist eine sich verbreitende erfreuliche Gepflogenheit geworden, sich zu unterschiedlichen politischen Zusammenhängen via Internet zu äußern. Dabei wählt man Themen und Persönlichkeiten aus, die unseren Neigungen und Überzeugungen entsprechen oder auch Widerspruch herausfordern. Ich bin überaus erfreut darüber, mit welcher Sachkenntnis und Tiefgründigkeit die meisten Beiträge erfüllt sind. In den mit den staatstragenden Parteien verwobenen Medien kann ich nur höchst selten derart messerscharfe und vor allem wahre Analysen finden. Ich habe mir deshalb vorgenommen, mich an den weiteren Diskussionen zu beteiligen, was ich bisher nie getan habe. Bei der Gelegenheit empfehle ich allen Beteiligten auch in die Tageszeitung “Junge Welt” zu schauen. Dort konnte man schon vor langer Zeit einen Artikel lesen, in dem schonungslos der Kult um den Dalai Lama entlarvt worden ist.
Hallo alle,
ich habe einen Artikel zum Thema Dalai Lama in der NRhZ gefunden, und ich finde ihn durchaus sehr lesenswert.
Er ist hier zu finden:
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=14150
Der Vorwurf an die Linken, immer nur das Trennende herauszustellen anstatt das, was unsere Species Mensch miteinander verbindet, ist ein Fehler, den nicht nur Jutta Ditfurth macht, seit sie öffentlich von sich reden macht.
Dass man zwar sehr vieles mit dem Verstand regeln muss, was von viel zu vielen Menschen mit Irrationalismen und anderen Anflügen menschlichen Schwachsinns “geregelt” wird, ist ebenso eine Tatsache wie die Feststellung des grossen kontemporären Psychoanalytikers Arno Gruen (aus Zürich), dass “er früh erkannt hätte, dass von diesen Menschen (gemeint waren westdeutsche Linke, welche der Vorstellung nachhängen, ausnahmslos ALLES sei mit dem Verstand zu regeln) garantiert niemals ein gesellschaftlicher Fortschritt ausgehen könnte.
Interessant fand ich in dem o. g. Artikel besonders die verschiedenen Strömungen, die es innerhalb des Buddhismus offenbar gibt und gab.
Das ist auch ein Grund, weswegen ich Sätze wie diesen “Die Aussagen des Dalai Lama besitzen die Präzision eines Horoskops: Irgendwas passt immer, jedenfalls sofern man den kritischen Verstand ausschaltet.” schlichtweg zum Kotzen finde.
Wenn ich den umtexte, passt es nämlich genauso:
“Die Aussagen der westdeutschen Linken, egal ob dogmatisch oder undogmatisch, besitzen die Präzision eines Horoskops: Irgendwas passt immer, jedenfalls sofern man den kritischen Verstand ausschaltet.”
Insofern ist es mir ein Rätsel, was uns Jutta Ditfurth mit solchen Sätzen sagen will…..
Der oben genannte Artikel erinnert mich auch ein bisschen an Rudi Dutschke, welcher den glaubwürdigen Versuch zu Lebzeiten machte, die Ideen des Urchristentums und des Marxismus-Leninismus in ein und demselben Kopf zusammenzudenken.
Zumindest von den dogmatischen Teilen der noch heute existierenden gesamtdeutschen Linken wird er dafür böse gehasst und missachtet, um nicht zu sagen: Zum xten Male beerdigt.
Ich will nicht alles vorwegnehmen - ich empfehle allen, den Artikel unvoreingenommen zu lesen.
Er ist es mehr als wert.
Ein Freund aus dem Verein, HartzIV-Empfänger war beim Dalai-Lama-Besuch Helfer. Im Vorfeld warb er auch bei mir per Mail um die Gewinnung von Helfern. Das lehnte ich ab. Jetzt hatte ich im Neuen Deutschland einiges über den 14. D. L. gelesen, was der Grund war. Am 01.09.2009 erhielt ich von ihm eine Mail, aus der ich zitiere: “Sinngemäß lautete seine (die des D. L.) Aussage: “Die Menschen, die von anderen Mitmenschen Mäßigung verlangen, sollten persönlich mit gutem Beispiel vorangehen”.” Ich schickte ihm auf dem gleichen Weg zwei Interviews des ND mit Colin Goldner (”Dalai Lama - Fall eines Gottkönigs”) zu und einen kleinen Überblick zum Konflikt in Tibet, außerdem fand ich eine Homepage, wo Goldners Buch (von 1997, Neuauflage um 2008) betrachtet wird. Dort erfuhr ich das gleiche, was Jutta hier berichtet. Mein Kumpel ist von seinem (des D. L.) Friedenskampf überzeugt. Goldner meint ja, dass der D. L. eine Masse Unsinn redet. Er meint aber auch dass es vielen am nötigen Hintergrundwissen fehlt. Mein Kumpel ist taz-Leser, befürwortet die Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich und gibt sich recht informiert,nicht gerade ungebildet. Ich freue mich schon auf seine Reaktion auf meine Mails. Am Abend hatte ich ihm nämlich eine weitere geschickt, und dadrinnen habe ich nochmal nachgetreten. Er warf mir ja vor, dass ich keinen Respekt vor einer “bedeutenden Persönlichkeit” hätte. In der zweiten Mail antwortete ich sinngemäß: Wenn ich keinen Respekt hätte, dann würde ich den 14. D. L. einen Windbeutel nenen, aber ich habe Respekt und nenne ihn nur Persönlichkeit. Ich hoffe, dass sich mein Freund jetzt mal mit der D.-L.-Kritik beschäftigt. Ich zähle ihn zu jenen Bewunderern, die nach dem Studium entsprechender Literatur fähig sind, den D. L. durch eine andere Brille zu sehen. Goldner kritisiert dies ja auch, dass viele Anhänger kein ausreichendes Wissen über “Seine Heiligkeit” besitzen. Das was sie besitzen ist zusammengebastelt und aus den Medien, die selten eine Kritik an Tenzin Gyatso üben, sondern ihn als Mann des Friedens herausstellen. Bei den Verehrern ist sowieso Hopfen und Malz verloren, die sind argumentations-resitent. Interessant sind übrigens auch einschlägige Wikipedia-Seiten (dort habe ich diesen Link gefunden) und deren Diskussionsbereiche.
Hier noch der Link zur Rezension: cityinfonetz
Danke Jutta, für die Hinweise zum Umgang der LINKEn mit diesem Thema. Als Mitglied - aus der PDS kommend - werde ich mal nachfragen, welche tibetische Kultur die da erhalten wollen. Ich werde nichts versprechen, aber mit großer Wahrscheinlichkeit werde ich an dieser Stelle über die Reaktionen berichten.
Ich möchte noch eines erwähnen: 1962 kam eine Autobiograhpie “Seiner Heiligkeit” heraus. In dieser findet sich keine Kritik an der mit CIA-Hilfe und brutal in China operierenden Untergrundarmee der Tibeter, folglich auch keine Ablehnung selbiger. Und das vom “Mann des Friedens”. 1990 erschien eine Neuauflage, in der alle Passagen zu diesem Thema ersatzlos gestrichen waren. Und was bekam der 14. Dalai Lama 1989 in Oslo? Ratet schön selbst, welchen Nobelpreis Alfred Nobel in Oslo verleihen ließ - Norwegen und Schweden waren damals noch in einer Union vereint. Das einzig Einende war allerdings der König - beide Länder hatten ihre eigenen Regierungen. Und die Schweden wollten sich Norwegen einverleiben. Die Norweger stemmten sich aber dagegen.
Liebe Jutta Ditfurth, hallo allerseits,
aktuell lesenswert ist Folgendes:
Thomas Immanuel Steinberg
Der Dalai Lama
Kontroversen um eine Persönlichkeit
Mit Material und Karten
Steinbergrecherche
Beste Grüße
Bernhard Thiesing
Mit Verlaub, dies ist ein infamer Diskurs.
Seit 900 Jahren leben die Tibeter mit ihrer Art des Buddhatums (es ist kein
-ismus). Obwohl sie in der lebensfeindlichsten Region der Erde leben, haben
sie ihr Land nicht zerstört, sondern es über tausend Jahre in einem besseren
Zustand ihren Nachkommen hinterlassen. Eine Leistung, die noch keine
andere Kultur geschafft hat.
Das Problem der Überbevölkerung haben sie gelöst, in dem der älteste Sohn ins
Kloster ging und sich seine Brüder eine Frau teilten, was in unserer Kultur zu
Mord und Totschlag führen würde. Systemische Hungersnöte gab es nicht.
Anstatt zu roden, heizten sie im bitterkalten Winter mit dem Dung der Yaks, den sie im kurzen heissen Sommer mühsam gesammelt und getrocknet hatten.
So konnten die Chinesen 1950 einen unbeschädigten Urwald in dem Maße
abholzen, dass die mächtigen Ströme Tibets das Flößen nicht bewältigten, so
dass ein Großteil verkam.
Dies und die Zerstörung tausender Klöster nahmen die Tibeter gleichmütig
hin, während sie noch heute unter der Abwesenheit des Dalai Lamas leiden.
Ganz anders die Europäer. Anstatt ihre sozialen Probleme zu lösen, belasteten
sie damit ihre Nachkommen oder verlagerten sie nach Übersee. Sie beschädigten nicht nur ihren Heimatkontinent, sondern den gesamten Globus.
Hinderliche Völker, Kulturen Sprachen und Religionen wurden mit der
Arroganz der Auserlesenen einfach platt gemacht. Selbst die drohende Klimakatastrophe bringt sie nicht zu der Einsicht, die die Tibeter schon vor
tausend Jahren hatten.
Und in Anbetracht der kriminellen Energie dieser ihrer Kultur erdreisten
sich hier einige, dem von den Tibetern verehrten geistigen Führer, der das
Wesen ihrer beispielhaften Lebensweise repräsentiert, vorzuwerfen, er vernachlässige die Menschenrechte.
Man möchte ihnen zurufen, macht erst einmal eure Hausaufgaben und
hört auf, diesen Planeten zu zerstören, ansonsten sich selbst eure
Menschenrechte demnächst erledigt haben!
Nach Auschwitz und Hiroshima haben wir wahrlich nicht das Recht,
andere Kulturen zu kritisieren.