Falscher Held von gestern
„Mode ist das, was morgen von gestern sein wird“ - ein Satz von Franz Mehring, Publizist, Politiker und marxistischer Historiker des vorvergangenen Jahrhunderts. Seinen Namen trägt der Platz, an dem das „Neue Deutschland“, ehemals Zentralorgan der SED, noch immer seinen Sitz hat. Die Zeitung von gestern für ewig Gestrige, die gerne hätten, dass sie morgen wieder in Mode wären. Am Freitag dem 13. versammelten sich dann auch einige Hundert im Verlagsgebäude der Zeitung. Lauschten einem ihrer Helden von damals und heute: Egon Krenz, ab 1984 zweiter Mann hinter Erich Honecker, 1989 wenige Wochen als Nachfolger Erich Honeckers SED-Generalsekretär und Staatsratsvorsitzender der DDR.
Gekommen waren sie, weil Krenz aus seinem neuen Buch „Gefängnisnotizen“ vorlesen will. Doch schnell werden auch andere Töne angeschlagen: Damals habe es keinen Schießbefehl gegeben. Die verurteilten Grenzer hätten nur die Gesetze der DDR geachtet. Das Grenzregime sei rechtens gewesen. Die Abwertung der DDR-Geschichte entwerte die Lebensläufe von DDR-Bürgern. Ganze Gruppen würden ausgegrenzt, weil sie sich anders erinnern. Und dann zitierte Krenz noch Heiner Müller, der 1993 schrieb, der deutsch-deutsche Diskurs sei in die Sackgasse der westlichen „Denunziation” und Feindbildprojektion geraten und diene allenfalls der altbundesrepublikanischen Selbstentlastung. Ein „Kadaver” könne ja dem „Obduktionsbefund nicht widersprechen”.
Kann und soll man das ernst nehmen, was Krenz da von sich gibt? Man sollte und man muss. Und man sollte hinsehen. Der Saal - ausverkauft. Das Publikum - ein Querschnitt der Gesellschaft. Es beruhigt keineswegs, dass es zumeist Grauhaarige waren, die da die Ohren spitzten. Auch die gehen wählen. Auch die erzählen ihren Kindeskindern. Wenn Krenz redet, nicken die fast 500 Gäste, nicken ab. Man sollte und muss aufhorchen, hinhorchen, wenn solche Leute ihr verbogenes Geschichtsbild kundtun, denn, wie sagte Brecht, „der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem es kroch.“



Sehr geehrte Damen und Herren!
Ich bin ein Kind der DDR! Geb.1962
Ich spreche Egon Krenz, so auch seine Vorgänger frei im Jahre 2009 von den erfundenen Vorwürfen, für die der eine oder andere Funktionär der DDR verurteilt wurde.
Es gibt einige Bürgerrechtler der DDR, denen sollte man ihrem Berufsstand aberkennen, mit der Begründung das sie ohne ihre Vorväter und ihre Vormütter nicht das währen was der eine oder andere , heute darstellt.
Butter, Milch, Brot und Salz hat es in der DDR mehr gegeben, wie heute.
In meinen Schrank hängen die produktionen der DDR, BUNT und nicht grau.
Mit welch einem Recht nehmen sich einige Gelehrte, ich nenne sie scheingelehrte, das Recht herraus, die Werte ihrer Vorväter und Vormütter in Frage zu stellen. Ich dürfte in der BRD, 63 Jahre nach einem totalen Verbrechen, von deutschen, am eigenen deutschen zuerst, kein Richter, kein Gesetzgeber sein.
Ich, so auch meine Freunde haben an der Mauer der DDR, als Kinder gespielt, die Grenzsoldaten, wenn sie mal da waren, fuhren uns mit ihren Auto, so einmal hin, einmal her, mit der freundlichen Ermahnung, hier ist kein Spielplatz. Ihre Waffe haben wir als Kinder nicht gesehen, sie legten sie, weil sie Väter wahren, weil sie Mütter wahren, vorher ab.
Die Stasi der DDR!
Sie war so grausam wie ein Wellensitich, sie haben sich an die Werte ihrer Brüder und Schwestern nicht vergriffen. In der DDR war Geld unintressant, denn fleißige Menschen in der DDR, hatten bekanntlich genug davon, zumindest war das bis 1989 so.
Im übrigen arbeiteten 1989 alle fleißigen Väter und Mütter in ihren, nicht maroden Betrieben, gewinnbringend.
Nur die bekannten fauelen der DDR waren so wie immer nicht anwesend, sie haben wohl gerufen, wenn die DM(Das Arbeitsamt-die Faulheit) nicht zu uns kommt gehen wir zu ihr.
Und so muss man sich fragen, da die DDR laut meiner Aktenlage, einen hohe Weltproduktivität hatte, Ihr Gelehrten war das nach 1990 alles was ihr allen wehrlosen und hilflosen und unschuldigen neugeborenen Kindern zu sagen habt, das absolute nichts.
Aufgrund meines hohen ranges in der DDR, habe ich mich nach 1994 entschosenn mehre Bücher zu schreiben, eines ist an alle gelehrten gedacht die noch am wehrlosen und hilflosen und unschuldigen Kinde üben müssen.
Frage? warum dauert das was die DDR am Kinde, in einigen Tagen schafte, hier in der BRD so lange.
Kindesentführungen!
Darüber habe ich ein Buch geschrieben.
Weil wir Kinder der DDR sind aufgewachsen bei unseren eigenen wahren Familien und nicht intrigiert bei einigen arbeitslosen Pädagogen, die sich auf kosten der Staatskasse am fremden kinde vergehen dürfen.
Das Buch meiner Bücher für unsere Kinder, die reine Wahrheit und nichts weiter wie das.
Patente der DDR!
Sich zu schmücken mit fremden Federn.
Als Kind der DDR kaufte mir meine Mutter ein intressantes Spielzeug, enthalten war eine kleine CD. Das war 1972, bis auf den Vidiorecorder den hätte ich beinahe vergessen.
Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Rosenthal
Buchautor und Filmemacher(Dokument)
So 22 Feb 2009, 08:33
Der Kommentar von Herrn Rosenthal ist doch Satire, oder? Auf einem solchen “was war die DDR doch toll”-Trip ist ja nicht einmal Herr Krenz.
Am Ende wurde gar noch das Internet in der DDR erfunden ;-)
Die DDR war jedenfalls nur das Land “der begrenzten Unmöglichkeiten” wie wir damals gescherzt haben. Das Land das von mittelmässigen alten Männern mit Verfolgungswahn regiert wurde. Es hat seine Spuren bei seinen ehemaligen Bewohnern bis heute hinterlassen, nicht nur durch die Stasi. Als Schlagworte kann man da Unselbstständigkeit, Unsicherheit und ja, auch Fremdenfeindlichkeit nennen. Das kann man natürlich nicht pauschal sagen, aber leider ist es sehr sehr weit verbreitet.
Egon Krenz, so kann ich mich sehr gut erinnern, war sogar bei SED-Mitgliedern eigentlich nur eine Lachnummer. Mit Mitte 40 noch Jugendchef…
Jetzt kann er bei den Altkadern durch Buchverkauf wenigstens seine Rente aufbessern. Die Bundesrepublik ist ja gottseidank eine Demokratie wo so etwas möglich ist.
P.S.: Für einen Autor und Filmemacher sind mir eine Spur zu viele Rechtschreibfehler im Text meine Vorkommentators.
Schreibt hier wirklich jemand, der das Schulsystem der DDR genossen hat?
Dann wundert mich nichts mehr.
Werter Herr “Buchautor und Filmemacher” Rosenthal, ich konnte leider keinen Link zu Ihren Filmen&Büchern finden, aber wenn ich Ihren merkwürdigen Stil sehe, ist der wohl selbst dem “ND” zu dumm…
“Als Kind der DDR kaufte mir meine Mutter ein intressantes Spielzeug, enthalten war eine kleine CD. Das war 1972″ - nun laut Wikipedia wurde der Red-Book-Standard für CD um 1980 von Philips entwickelt und die erste CD wurde 1981 auf der Funkausstellung vorgestellt - aber Ihre Mutter kaufte Ihnen 1972(!) schon ein Spielzeug mit CD….
Warum müssen Herrschaften die noch heute den realen Beton-Sozialismus preisen immer derart plump lügen?
Ja klar , Butter hat es in der DDR mehr gegeben als heute - der EU Butterberg “eine Erfindung Honeckers” …weiter so Rosenthal , auf ihre Bücher/Filme warte ich sehnsüchtig , das wird besser wie die “Titanic”…
Es beruhigt mich sehr wenn da überwiegend “Grauhaarige” sitzen , bei der Geschichtsklitterung a la Krenz !
Denn - und ich weis das aus meinen Elternhaus - die da heute noch ins ND-Gebäude finden , die haben ja sowieso schon immer PDS gewählt, und diese Grauhaarigen haben ihren Kindern - ergo auch mir - ihr verquastes Geschichtsbild versucht aufzudrücken…und gerade deren “Vorbild” hat bei mir und vielen anderen die Opposition gezeugt die 89 alles möglich machte!
Diese Grauhaarigen werden wir weder überzeugen noch ändern, wir werden selbe wegen der höhereren Lebenserwartung, wohl länger ertragen als es und lieb ist, aber die Biologie hilft tagtäglich das es immer weniger werden!
Einfach lächerlich was der Herr Rosenthal (ist wohl immer noch sein”Deckname”)so von sich gibt.Ohne weiteren Kommentar….
ich bin jahrgang 1931,diese generation wurde schon reichlich vergiftet, bis mit
hilfe vieler völker das ende kam. dann der “ddr”faschismus, dank gorbatschow
diesmal ohne tote verschwunden. nun leben herr rosenthal und seine freunde auf
“STAATSKOSTEN”, und es wäre zu hoffen, dass sie endlich aufhören würden
die köpfe ihrer und unserer Kinder u. enkel weiter zu vergiften. geschweige denn.
dass sie jemals wieder richter oder gesetzgeber werden dürtften. diese vorstellung
macht, dass sich mir die haare sträuben und ich einen dicken hals bekomme.
Hallo, liebe Frau Susanne Schädlich,für den Gang in meine Vergangenheit -ausgelöst mit Ihrem Buch: Immer wieder Dezember-möchte ich hier im Internet danken und antworten, da ich leider keine Privatadresse habe.Diese grausame Geschichte einer Familientragödie ist gewiss eine von tausenden Familien in der Stasiherrschaft Dank der vielen “Onkel”, aber für mich eine persönliche Reise in meine Kindheit und eine Geschichte die mich bis ins Herz insofern bewegt,da ich Ihren Vater und die ganze Familie in Bad Saarow kennenlernen durfte.Jochen war in meiner Klasse und ausserdem hatte ich die Gelegenheit, ihn bei einer Lesung in München wiederzutreffen, aber auch im Allgäu mit J.Fuchs. Das Geschehene ist furchtbar! Leider kann ich die verharmlosenden Kommentare zu Ihrem Buch und damit zur Stasizeit nicht nachvollziehen und wünsche mir viele kritische Leser für diesen Roman– besser als jeder Geschichtsunterricht—!
Herzlichst Jutta Wölk
Nun, Unwissen und Borniertheit des den Beitrag “Falscher Held von Gestern” Schreibenden nehme ich ihm nicht übel. Da gelten mir westliches Bildungsniveau und vermutliche Jugend als Entschuldigung genug. Obwohl, eine Chance es besser zu machen gibt es immer. Bildung hilft, das Buch “Gefängnisnotizen” von Egon Krenz zu lesen kann ein Beitrag dazu sein.
Ich habe diese Buch heute im Buchgeschäft am Wühltisch und eher zufällig in die Hand bekommen. Habe kurz geblättert, ein paar Seiten gelesen, schon konnte ich es nicht mehr aus der Hand geben. Zu Haus dann das ganze Buch gelesen, bin restlos begeistert. Da schreibt ein mutiger Mann, der im Unterschied zu so vielen anderen seine Ideale, Ehrlichkeit und Anstand bewahrt hat. Einer der sagt wie es ist. Einer der Fakten zu nennen weiß, unbeeindruckt von der Verlogenheit und Borniertheit westlicher Sudelmedien und postnazistischer Klassenjustiz. Er schreibt verständlich und klar, niemals belehrend, vielmehr aufklärend. Da gibt es Kompetenz in der Beurteilung aus eigenem Erleben heraus, eine dialektische und sich in historischen Zusammenhängen vollziehende Argumentation. Argumente anstelle von Schlagworten. Wie wohltuend das ist im Gegensatz zu den üblichen Verkürzungen westdeutscher Verdummungsmedien. Ich werde mir das Buch ein zweites Mal kaufen, eines ist für meinen Sohn, der ist heute 7 Jahre alt. Wenn die richtige Zeit gekommen ist werde ich ihm (auch) dieses Buch geben.