… und es geht weiter!!
Wer mich kennt, weiß, ich lasse mir von Niemandem sagen, was ich zu sagen habe. Dass ich auch furchtlos Dinge ausspreche, die andere nur denken.
Mein Markenzeichen ist klare Positionierung und Unbestechlichkeit.
Für jede gerechte Sache bin ich zu haben, soweit ich es vor meinem Gewissen verantworten kann.
Ich kämpfe gegen den Ausverkauf unseres Solidarsystems, dafür, dass die Waagschale sich nicht gegen sozial schwache, kranke und behinderte Menschen in unserem Land richtet und für den Erhalt der freien Arztwahl.
Ich kämpfe auch für die Sache der freien, niedergelassenen Ärzte, weil ich die zynische Erdrosselungspolitik, mit der man sie ans Messer liefert, für einen Demokratie- und Freiheitsskandal erster Ordnung halte.
Aber ich bin nicht zu haben für Absprechen, Mauscheleien und Wahlkampftricks.
Egal welche Abmachungen zwischen Verbänden und der Politik bestehen, wann welche Wahl statt findet, ich stelle mich gegen den gezielten Ausverkauf von uns Bürgerpatienten, der durch eine gezielte Gesetzgebung erst möglich gemacht wird und lasse mir – auch nicht in Bayern – von Niemandem den Mund verbieten!



Liebe Renate Hartwig,
ich habe den Eindruck, dass wir uns kenennlernen sollten.
Vandana Shiva, Renate Hartwig, …
http://www.umweltrundschau.de/cms/images/stories/file/aireview_fgbtag206008.pdf
Bücher, wie die, die Sie schreiben und Kundgebungen wie die Massenkundgebung zur Gesundheitsversorgung sind mehr als erforderlich.
Viel Gesundheit, Kraft und Erfolg wünsche ich Ihnen!!!
Solidarische Grüße
A Infante
Liebe Frau Hartwig,
Ich finde Ihren Mut grossartig. Es wird allerhöchste Zeit etwas gegen diese Schergen zu tun. Der Mensch wurde zur Ware. Krankheiten werden zu Geldgeschäfte, in was für einem Land befinden wir uns? Kommen Sie bitte auch in den Norden, bei uns dauert alles etwas länger. In Rostock gibt es auch ein großes Stadion. Für Ihren weiteren Weg wünsche ich Ihnen die allerbeste Gesundheit.
Sehr geehrte Frau Hartwig,
ich habe auch ihr Buch gelesen, wundern darf einem in diesem Land wohl schon lange nichts mehr.
Wo , und wann endlich und wer steht jeden Tag im Bundestag und haut den Politikern und deren Lobbysten und den ganzen Volksverblödern auf die Finger? Nennt alles beim Namen. Jeden verdammten Tag! Bis jeder Bürger es irgendwie mit bekommen hat.
Aber welche Partei würde so eine Person zu lassen? Man scheint machtlos zu sein und ist es vielleicht auch.
Am Besten wäre es, eine bundesweit bekannte Person, würde das in Angriff nehmen. Ganz viele wirklich schlaue Menschen denken so wie Sie und andere.
Es gilt alle gemeinsam zu mobilisieren. Es würde sich lohnen.
Sie haben J.F. Kennedy zitiert:Wann, wenn nicht jetzt? Wo, wenn nicht hier?Wer, wenn nicht wir?
Von einem Sternmarsch auf Berlin haben Sie geschrieben. Wunderbare Idee.
Ich wäre dabei. Ich wäre sowieso dabei etwas zu tun..
Mit freundlichen Grüßen aus der Region Hannover
Mathias Romberg
Sehr geehrte Frau Hartwig,
ich habe Ihr Buch “Der verkaufte Patient” “gefressen”. Ich habe mir schon immer gedacht und es geahnt, dass es mit unserer Politik, speziell im Gesundheitswesen und im Bereich des Verbraucherministeriums nicht mit rechten Dingen zugeht. Dass es aber so schlimm, so korrupt ist, habe ich mir nicht vorgestellt.
In den letzten Wochen und Monaten hat meine Frau manches von unserem so hochgejubelten Gesundheitswesen mitbekommen: von Krankenhaus zu Krankenhaus, Einsatz von sämtlichen (noch abzuzahlenden) Geräten bis jeweils zu dem Punkt: ihr Krankenkassekonto ist ausgeschöpft, versuchen sie es ambulant. Zugegeben, es wurden manche mögliche Krankheitsursachen ausgeschlossen, eine aufbauende Handlung, geschweige denn eine Heilung wurde nicht herbeigeführt. Zu unserem Glück haben wir unseren Hausarzt, der uns nicht im Stich lässt und weiter zu uns steht und versucht die Ursachen der Krankheit zu finden.
Ich bin voll Ihrer Meinung: die Hausärzte müssen erhalten bleiben und dafür auch entsprechend honoriert werden. Eine Behandlung am Telefon: unmöglich!!!
Wir haben erlebt, dass der Medizinische Dienst der Krankenkassen (RMD) zweimal eine Diagnose erstellt hat, ohne meine Frau konkret gesehen oder gar untersucht zu haben. Ein kleiner Hinweis (der objektiv falsch war) eines Arztes in einem Krankenhaus, der überfordert (oder noch zu neu in der Praxis) war, veranlasste den RMD sich stur zu stellen, sich hinter Paragraphen zu verstecken und eine sinnvolle und wirksame Heilmethode (TCM) kategorisch abzulehnen. Das Einschalten des RMD ist schon fast Telefondiagnose, nur dauert die Entscheidung des RMD viel länger - der Patient kann ja ruhig leiden!
Frau Hartwig, wir sind auf Ihrer Seite, wenn es um die gute Sache geht!
Wie und wo können wir uns wirksam einschalten?
Danke und recht viele Grüße Josef Scheibeck
Sehr geehrte Frau Hartwig, wie können wir in Kontakt treten, das Internet ist leider nicht mein Medium. Ich habe im Urlaub u.a. Ihr Buch gelesen - der verkaufte Patient- es spricht mir aus der Seele und hat sich wie ein Krimi gelesen. Einiges wußte ich noch und vieles hätte ich aus meiner Sicht als Alternativärztin zuzufügen.
Vielleicht schicken Sie mir eine mail mit Ihrer Telefonnummer, meine finden Sie unter Naturheilverfahren in Deggendorf.
Ganz herzliche Grüße - hoffentlich bis bald!
Hanni Wagner
Liebe Frau Hartwig,
auch ich kann mich nur all Ihren Argumenten anschließen, WIE aber kann es organisisert werden, gegen das geplante Gesundheitssystem mit ganz vielen Menschen an zu gehen??
Ich bezweifel leider sehr, daß die Mehrheit aus ihren Sesseln kommt , auf die Straße geht und Frau Schmidt, Herrn Seehofer und Co. mal von der Realität erzählt und sich offen gegen den Verkauf des Gesundheitssytems wehrt.
Meine bisherige Strategie gegen das momentane System war = in keine Krankenkasse zu zahlen, die davon nicht präventiv versorgt, sondern in wahnsinnige Bürokratie und Vorstandsgelder - es ist zum kotzen, so hilflos zu sein; doch lange werde ich das nicht mehr durchhalten können, da mich der Staat wahrscheinlich zur Nachzahlung der KK Beiträge zwingen wird, die ich dann noch zur Alternat. Heilbehandlungs eigener Selbstkosten zahlen muß.
Vielleicht würde eine Internet Seite zusätzlich helfen, die alle und egal aus welchen Gründen - Ärzte und Patienten -mit ihren Unterchriften versehen dann nach Berlin geschickt werden würde.
Bis Januar müssten doch einige Unterschriften zusammen kommen, diese Hilflosigkeit ist kaum zu ertragen.
Anna Beckmann
Sehr geehrte Frau Hartwig,
Ihr Buch hat mich die halbe letzte Nacht gekostet und nun stehe ich hier vom Donner gerührt. Ich bin als Heilmittelerbringer sowie als freiwillig pflichtversicherter Kassenpatient mit Kindern doppelt betroffen. In meiner Berufspraxis mit zahlreichen Patienten sind mir viele Fragmente Ihres Buches schon begegnet, aber jetzt erst setzt sich das Ganze zu einem perfiden Bild zusammen.
Ich habe das dringende Bedürfnis, etwas gegen diese Sauerei zu unternehmen, fürchte allerdings auch, dass mich das meine Existenz kosten könnte - mein Berufsverband schweigt sich aus, man ist mit kleinen Teilerfolgen in der Verhandlung zufrieden und das System zahlt ja auch unsere Abrechnung…
Ich halte es für denkbar, dass man mich irgendwann vor die Wahl stellt, von den immer spärlicher vom Tisch der niedergelassenen Ärzte fallenden Krümeln zu leben oder meine Fähigkeiten von einem dieser Konzerne kaufen zu lassen ! Viele meiner Kollegen privatisieren sich nach einiger Zeit - meine Patienten äußern schon Befürchtungen, ich könnte das auch tun und meine Zulassung einfach wieder zurückgeben.
Gibt es eine Möglichkeit, dass wir in Kontakt kommen ?
Freundliche Grüße von zwischen den Stühlen
J.Hammerschmidt
Danke Frau Hartwig für das kämpferische Buch. Blos was können wir tun außer den Politiker Mails schreiben und zu protestieren? Ich empfehle erstmal ihr Buch weiter und rede mit jedem über das Thema.
Kann man sich eigendlich als deutscher EUBürger auch in Frankreich versichern lassen und dann mit einen EU -Schein sich von seinem Hausarzt behandeln lassen? Dann wäre ich für eine massenhaftes Versicherungsnehmerauswandern. ( nur ein retorischer Vorschlag)
Ich wünsch Ihnen viel Kraft und wenn sie mal in Thüringen Hilfe brauchen sind wir für sie da.
Falk Ulke und Familie
www.manuart.de
Sehr geehrte Frau Hartwig,
habe so eben Ihr Buch fertig gelesen. Sehr interessant und flüssig geschrieben,
etwas zu viel Zahlenmaterial für meinen Geschmack. Sie haben aber einen
ganz wichtigen Aspekt außen vor gelassen, der es den Bürokraten erst ermöglichte, und auch weiterhin ermöglicht die beschriebenen Aktivitäten so in Szene zu setzen.
Der Arzt an sich erschafft ja den Datenpool Patient und erhält ihn auf Grund
des üblichen ärztlichen lavierens am Leben.
Der Arzt ist lebendiges Beispiel für das von Ihnen dargelegte Parkinsonsche
Gesetz. Er ist sozusagen sein eigener Bestatter.
Denn aus der Geschichte der Medizin ist klar ersichtlich, das kein Kranker
geheilt werden kann und soll, zumindest nicht mit den üblich gehandhabten
unfruchtbaren Mitteln!
Ihr angestrebtes Ziel - Schulterschluß Arzt/Patient - bleibt ein Ziel in weiter Ferne. Und eine erhoffte Wende durch Wahlen, geht ja nun völlig an der harten Realität vorbei!
Sie haben aber eine Reihe interessanter Möglichkeiten aufgezeigt, diesen Sumpf wenigsten bis zur nächsten Schweinerei trocken zu legen, macht aber ein Umdenken seitens der Ärzte unumgänglich. Und daran werden Ihre
durch aus gerechtfertigten Vorstellungen ganz nüchtern scheitern.
Sollten Sie mal einen bodenständigen Gehilfen brauchen, stehe ich zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Rüdiger Abicht
Lebensberater
Sehr geehrte Frau Hartwig,
nachdem ich Ihr Werk gelesen habe, ist mir noch deutlicher geworden, wie tief und schmutzig der Sumpf ist, in dem “Gesundheitspolitik” in unserer Gesellschaft gestaltet wird. Ich bin seit 1996 im Krankenhaus als Pflegekraft beschäftigt und habe die Anfangszüge der Verschlimmbesserung aktiv miterlebt. Die Einführung der DRG`s mit dem “cash cow und poor dog ” Prinzip ist eine davon. Meiner Meinung nach hat sich in den letzten 12 Jahren für alle Beteiligten (Patienten, Ärzte, Pflegekräfte) vieles zum Nachteilig entwickelt. Zunehmende Dokumentationspflichten, Qualitätsmanagement und die immer höhere Rechtsunsicherheit und ihre Folgen, nehmen den Rest an Zeit den man früher für den Patienten noch hatte. Wohin das alles führen wird ist denke ich mal allen die sich mit der Materie beschäftigen klar. Die Großkonzerne stehen mit offenen Armen vor der Tür und warten darauf das Geld aus den Gesundheitskassen ohne entsprechende Leistung untereinander aufzuteilen. Meiner Meinung nach ist es ein Armutszeugniss für unsere Gesellschaft, all die wichtigen Bereiche des sozialen Miteinanders (Bildung, Gesundheit, Kommunikation, Energie, Transport etc.) zu beschneiden, oder an privatwirtschaftliche unternehmen zu verhökern.
Ich hoffe nur das noch rechtzeitig ein Umdenken in den Köpfen unserer jammernden deutschen Mitbürgern stattfindet. Wir Können es Ändern!! Nicht alleine aber zusammen können wir unseren Volksvertretern zeigen in welche Richtung wir als Gesellschaft gehen möchten. Die nächste Wahl kommt bestimmt.
Ihnen Frau Hartwig wünsche ich weiterhin viel Gesundheit, Kraft und Leidenschaft bei Ihrer dringend notwendigen Aufklärungsarbeit. Lassen sie sich nicht unterkriegen. Unsere Gesellschaft braucht dringend Menschen wie Sie.
mfG Schenker Andreas
Sehr geehrte Frau Hartwig ! In der VdK Veranstaltung in Kitzingen habe ich Ihre Ausführungen mit großem Interesse verfolgt. Leider scheinen Ihre Warnungen nicht ernst genommen zu werden. So musste ich in der Zeitung
“Die Kitzinger” lesen, dass in Iphofen das erste MVZ geplant ist. Ärzte aus Markt
Einersheim sollen sich bereits für eine Teinahme bereit erklärt haben. Dies ist die Aussage des Bürgermeisters, der ob des Verlustes von Ärzten und dann auch der Apotheke sehr ungehalten ist. Vermutlich sind dann Einweisungen in
bestimmte Kliniken die Folge. Die Aussage von Frau Landrat Bischof, die KitzingerKlinik stehe dafür nicht zur Verfügung ist dann ohne Belang-
Mit freundlichem Gruß R.Kößling PS Ihr Buch gehört in jede Arztpraxis
Nachdem mir zum wiederholten Male Schlimmes widerfahren ist, möchte ich meinen Ärger und Frust gegenüber dem gesamten Gesundheitswesen heute einmal in Worte fassen und (soweit möglich) um Unterstützung bitten. Vielleicht sind Sie nicht die richtigen Ansprechpartner, aber evtl. wissen Sie einen Rat?
Zum Thema:
1.
Seit Jahren Diabetikerin und vor einiger Zeit aufgrund von Mobbing zur EU-Rentnerin geworden, habe ich bisher meine Teststreifen zum Messen der Zuckerwerte brav bezahlt. Da mir von meiner Rente nur EUR 175,33 monatlich zum Leben bleiben kann ich davon die notwendigen rund 100 Euro für die Streifen nicht mehr aufbringen. Auf Anfrage beim Arzt ob eine Verordnung möglich ist bat mich dieser, dies mit meiner Krankenkasse zu klären, da es die Streifen nicht auf Rezept gibt. Die Kasse widerum verwies mich an den Arzt mit dem Hinweis, daß es sehr wohl die Verordnungsmöglichkeit gibt, was der Arzt weiter bestreitet. Ergebnis: ich kann die Zuckerwerte nicht mehr ermitteln, bin häufiger unterzuckert, hinsichtlich Überzuckerung fehlen mir ebenfalls die Werte und ich habe die Erkrankung nicht mehr im Griff. Allenfalls werden bei mir noch alle halbe Jahre die Langzeitwerte ermittelt und wenn ich dann insulinpflichtig geworden bin, übernimmt die Kasse (welch Wunder) auch die Kosten für die Teststreifen.
2.
Vor kurzem wurde ein Krebsvorstadium bei mir festgestellt, daß operativ (ambulant) zu behandeln sein soll. Nach Vereinbarung des OP-Termines in einer ambulanten Praxis wurde ich gefragt, wer mich zur OP begleitet. Auf meine erstaunte Frage teilte man mir mit, daß ich nach der OP (Vollnarkose) 24 Stunden nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen dürfe und außerdem während dieser Zeit eine Betreuung zu Hause bräuchte wegen evtl. auftretender Komplikationen. Da mir dies meine behandelnde Ärztin nicht mitgeteilt hatte, fiel ich aus allen Wolken, da diese Vorgaben für mich nicht erfüllbar sind. Ich stornierte diesen Termin und begab mich erneut zur behandelnden Frauenärztin um die Sachlage zu besprechen. Wir kamen überein, daß in Anbetracht der fehlenden Betreuung nicht ambulant sondern stationär operiert werden sollte - zwar ungewöhnlich (gibt es in Bremen nur eine alleinstehende Person???), aber machbar - so der Kommentar.
Also vereinbarte ich einen Termin mit der Klinik und war heute zwecks Untersuchung und Vorgespräch dort. Ich wies nochmals auf meine Situation hin, als mir die dort behandelnde Ärztin, die Narkoseärztin sowie Klinikpersonal nochmals eindringlich erklärten, daß ich nach der OP nicht alleine mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hause fahren dürfe und zu Hause noch 24 Stunden betreut werden müsse. Ich bat darum nach der OP aus diesen Gründen für einen Tag stationär aufgenommen zu werden. Zunächst hieß es: OK, dann plötzlich bat man mich ein schriftliches Einverständnis der Krankenkasse für die Kostenübernahme vorzulegen - dies solle aber problemlos möglich sein.
Ich machte mich auf den Weg zur Krankenkasse und schilderte dort mein Problem. Die Sachbearbeiterin beriet sich zunächst mit einer Kollegin und teilte mir mit, daß ich vor der Genehmigung der Krankenkasse eine Verordnung der Klinik mit Hinweis auf die medizinische Notwendigkeit der stationären Unterbringung vorlegen müsse. Ich bat, da eine Unterzuckerung drohte, dies telefonisch zu klären und man rief die Ärztin in der Klinik an. Nun war plötzlich die medizinische Notwendigkeit nicht gegeben (sind mögliche Komplikationen nicht medizinische Notwendigkeit genug?) und die Sachbearbeiterin der Kasse beriet sich nochmals mit ihrer Kollegin. Ich schilderte zum wiederholten Male meine Situation, die man aber nicht verstehen wollte oder konnte. Jedenfalls wurde die Kostenübernahme abgelehnt und ich ging unter Protest mit der Bemerkung, daß ich die OP nun ja wohl abblasen könne und warten müsse, bis der Krebs sich richtig ausgebreitet hat, da man mich evtl. ja dann stationär aufnehmen würde (hoffentlich?).
Da ich ja kein besonders wertvolles Mitglied der Gesellschaft bin habe ich das Gefühl, man legt es darauf an, einen Kostenfaktor möglichst endgültig und problemlos loszuwerden, indem man die medizinische Versorgung verweigert. Denn was nützt eine OP, wenn die Nachsorge nicht gewährleistet ist und tödliche Folgen eintreten können?
Ich könnte noch weitere Beispiele nennen, aber das würde hier den Rahmen sprengen…
Für Ihre Geduld beim Lesen und ggf. einen guten Rat
bedankt sich
Regina Richter
P.S.: Aktueller Stand zum Fall der geplanten OP:
Gestern war ich nochmals bei meiner Frauenärztin, um eine Einweisung in die Klinik zu erwirken, damit mir nach der geplanten OP keine gesundheitlichen Nachteile entstehen. Nach langem Hin und Her während dessen sie mir immer wieder nahelegte selbst für eine Betreuung nach der OP zu sorgen (woher soll ich die nehmen - von der Straße?), stellte sie mir ein Attest aus, weil nach ihren Worten die Kasse einer Einweisung nicht zustimmen würde. Das Attest besagt, daß mir eine Begleitperson für den Heimweg und eine kurze Betreuung von 2-4 Stunden zugestanden werden könne. Die Ärztin gab auf Drängen zu, daß alles nur reine “Geldschneiderei” wäre und sie dagegen nichts machen könne. Durch ihre wiederholten Aufforderungen, mir selbst zu helfen wollte sie aus der Verantwortung entlassen werden, was ich sehr verwerflich finde.
Ich machte mich damit auf den Weg zu meiner Krankenkasse (HKK). Auch hier zunächst langes Hick-Hack und Ablehnung wegen fehlender medizinischer Notwendigkeit. Ich fragte darauf hin, warum denn alle so ein Geschrei darum machen, daß ich 24 Stunden nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen dürfe und ebenso lange eine Betreuung benötige, wenn die medizinische Notwendigkeit nicht gegeben ist. Außerdem war ich ja von der Klinik aus genötigt worden, ein entsprechendes Schriftstück zu unterzeichnen, daß alle Beteiligten aus der Haftung entlässt (Kopie anbei). Darauf hin erklärte sich die Sachbearbeiterin bereit über die Bereitstellung einer Begleitperson vom “Oma+Opa-Hilfsdienst” nachzudenken. Angedacht wurde, daß diese Person mich dann mit der Straßenbahn (Zitat sinngemäß: “Oh Gott, da braucht man ja eine Fahrkarte! Was die wohl kosten mag? Und für die Heimfahrt noch eine - schrecklich!”) nach Hause begleiten und mir dort allenfalls noch einen Tee kochen könne. Sie sehen also, das erzielte Ergebnis ist nicht wirklich befriedigend…
P.S.: Die OP soll am 28.05.10 stattfinden, wenn sie nicht wegen des Streiks der Ärzte hinausgeschoben wird. Von der Ärztekammer
war bislang auch kein konkreter Rat zu bekommen…
Am 26.5.10. Liebe Frau Hartwig,
Ich finde Ihren das was sie machen grossartig. Es wird allerhöchste Zeit etwas gegen diese Schergen zu tun. Der Mensch wurde zur Ware. Krankheiten werden zu Geldgeschäfte, in was für einem Land befinden wir uns? Kommen Sie bitte auch nach Münster.
Ich habe zur zeit Bandscheibenbeschwerden und muß feststellen das ich Wochenlang auf einen Termin zum MRT warten muß.
Wir Kassenpatienten sind nur noch Patienten zweiter Klasse…..!!!!
Herzliche Grüße Beatrix Reeh
Ihnen Frau Hartwig wünsche ich weiterhin viel Gesundheit, Kraft und Leidenschaft bei Ihrer dringend notwendigen Aufklärungsarbeit. Lassen sie sich nicht unterkriegen. Unsere Gesellschaft braucht dringend Menschen wie Sie
Sehr geehrte Frau Hartwig,
soeben habe ich Ihr Buch”Der verkaufte Patient” gelesen und tue es noch einmal!
Einiges ist mir bekannt-verschiedenes aber nicht so in der Härte.Unter dem Strich steht Gier im Mantel des Lobbyismus.Sie haben das alles treffend und bezeichnend,sehr glaubhaft in Ihrem Buch veranschaulicht.
Ich selbst,Vollkriegswaise,Opfer von Stacheldraht und Mauerbau kämpfe seit Jahren als chronifizierter Schmerzpatient für eine med. Rehabilitation
mit ergebnislosem Schriftverkehr an Ministerien.Man sieht keinen finanziellen Spielraum für eine adäquate Langzeitbehandlung wohl aber den Weg in die Psychiatrie,die mir aus bekanntem Erleben nichts,aber auch garnichts bringt.An welchen kompetenten Politiker könnte ich mich noch wenden?Welcher ist noch volksnah,wer dient mir noch ohne kommerzielles Interesse? freundl. Gruß von M.Lorenz(67)