Vorurteile gegenüber dem Christentum

Es gibt Vorurteile gegenüber der Kirche, die krass der Realität widersprechen. Wie es dazu kommt, kann man sich wohl am besten vorstellen, wenn man bedenkt, wie viele falsche Behauptungen über den politischen Gegner während eines wenige Monate dauernden Wahlkampfes in die Welt gesetzt werden. Der „Wahlkampf“ gegen die Kirche dauert aber schon 2000 Jahre. Kreuzzüge waren vor allem weltliche Veranstaltungen, Hexenverfolgung erfolgte vor allem von weltlichen Gerichten gegen kirchlichen Widerstand. Die Römische Inquisition hat während der gesamten Zeit ihres Bestehens so viele Todesurteile zu verantworten wie Mao Tse Tung während seiner Regierungszeit in durchschnittlich (!) 40 Minuten über die Klinge springen ließ.

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4 Reaktionen zu „Vorurteile gegenüber dem Christentum“

  1. Von Hans-Ulrich Bank

    Es ist richtig, man sollte im Sinne einer fairen Diskussion die Kirche nicht einseitig verteufeln. Aber einseitig “Schönreden” ist auch nicht dienlich. Ob nun die Römische Inquisition in 3-stelliger Höhe hat morden lassen, die Spanische gar in5-stelliger oder ob es ein paar Tote mehr oder weniger waren ist m.E. aus heutiger Sicht nicht mehr ganz so wichtig. Mörderische Kreuzzüge und Hexenverbrennungen , das war nicht nur die Kirche. Aber sie war es auch!
    Also bitte, “Vergangenheitsbewältigung” steht jedem gut an, auch der Kirche!

  2. Von R.Maier

    Hier steht wohl der Verstand Kopf: Hätte es Kreuzzüge und Hexenverfolgung OHNE Kirche gegeben? Es war praktisch für die Kirche, die Dreckarbeit vom weltlichen Arm IN IHREM NAMEN ausführen zu lassen!

  3. Von W. Richter

    Natürlich ist Religion nicht notwendig und hinreichend für Grausamkeiten. Aber wer im Namen der Religion so handelt, hat ein gutes Gewissen (weil er glaubt im Auftrag Gottes zu handeln und wohl auch auf eine Belohnung hofft)! Das stellt für mich das eigentliche Problem dar.

    Ich mag MAO nicht, aber ich kann verstehen, warum er seine Schandtaten verübte und verüben ließ

  4. Von Dr. Gert Traupe

    Zu W. Richter, Bemerkung vom 20. Dezember 2007
    “Ich mag Mao nicht, aber ich kann verstehen, warum er seine Schandtaten verübte und verüben ließ”
    Was heisst hier “verstehen”? Wenn es “erklären” bedeutet, dann bezieht es sich auf die politischen Bedingungen in China zur Zeit des langen Marsches und danach.
    Dann ist zu fragen, ob Mao berechtigte Ziele hatte, die er anders hätte erreichen können, ohne so viele Menschen umzubringen?
    Wenn “verstehen” “billigend in Kauf nehmen heißt”, weil ein größerer Zweck dahinter stand, dann sind die Morde ein Mittel zum Zweck. Das wäre im Sinne von Kant unmoralisch und zynisch zugleich. Für mich steht fest:
    Mao war ein Massenmörder, nicht der einzige in der Geschichte. Dr. G. Traupe

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