Das Wunder im Christentum

Wunder sind nach christlicher Überzeugung nicht irgendwelche Mirakel oder Zauberkunststücke. Es sind Zeichen, die das Eingreifen Gottes in diese Welt verdeutlichen. Man darf den Wunderbegriff nicht verengen auf eine „Durchbrechung der Naturgesetze“, denn Naturgesetze in diesem Sinne gibt es seit der Quantentheorie nicht, es gibt nur statistische Wahrscheinlichkeiten. Die Himmelfahrt Christi ist quantentheoretisch gesehen zwar sehr unwahrscheinlich, aber eine Durchbrechung der Naturgesetze wäre sie nicht, bloß ein statistischer Ausreißer. Einen Ostwind ließ Gott wehen, als das Volk Israel kurz vor seiner Vernichtung vor dem Roten Meer stand. Dieser Wind, eine natürliche Ursache, legte das Meer an einer Stelle trocken und die Israeliten wurden gerettet. Dass das Phänomen zum Zeitpunkt der höchsten Not eintrat, das war das Wunder, von dem sich Juden bis heute erzählen.

Tags: none



3 Reaktionen zu „Das Wunder im Christentum“

  1. Von Hans-Ulrich Bank

    Was soll das denn nun wieder? Warum dieses krampfhafte Bemühen, den Realitätsgehalt biblischer Aussagen irgendwie plausibel zu machen und dafür die Quantenphysik zu bemühen? Aber dafür wissen es wir nun ganz genau: Die Himmelfahrt Christi war ein statistischer Ausreißer! Alle Wunder haben tatsächlich wie beschrieben stattgefunden, die Quantenphysik liefert die Erklärung! Hanebüchen und irgendwie stehen geblieben auf dem Niveau kindlichen Glaubens. Als ob die christliche Botschaft und gelebtes Christentum die sog. biblischen Wunder nötig hätten!

  2. Von Josef Rychter

    Obwohl M.Lütz offenen Türen aufreißt bewirkt er hoffentlich Gutes indem
    er viele an ihre schlummernde Ur-Glaubens-Sehnsucht erinnert.
    -Hauptsache er bewegt wirklich etwas.

    Wass ihm aber nicht hätte passieren dürfen ist diese Offenbarung großer
    Unkenntnis der Bibel.
    Durch solche Wiederholung Jahrhunderte alter Fehler von Übersetzungsmängeln sind Thesen bezüglich des Roten Meeres erst entstanden.
    Und er der “Fachmann” wiederholt diese nun unreflektiert.

    Im Original des aramäischen wird von ‘ Suff ‘, dem Schilfmeer gesprochen.
    In der englischen King James Bibel Übersetzung wurde das auch richtig mit
    reed sea (Reed = Schilf ) widergegeben.

    Da Luther bei weitem kein solches Sprachgenie wie z.B. sein Freund
    Melanchton war , dessen sich aber sehrwohl bewußt, hat er es für einen Schreibfehler gehalten und auf “Red Sea” - das Rote Meer berichtigt.

    -Sehr Schade, insbesondere weil Luther sich immer darüber klar war, dass
    er des Hebräischen nicht mächtig nur griechisch-lateinische Spätkopien
    nutzen konnte.
    “ich würde gerne aus der Quelle trinken (aramäisch) aber muss aus der
    Pfütze (lateinisch) schlürfen” , M.Luther

    Alle Verbiegungen von Lütz mit Hilfe von Einsteins Quantenphysik die
    Teilung des Roten Meeres zu erklären, obwohlGott dies nie bewirkt hatte,
    (obwohl er es sicher könnte wenn er wollte) erweist Lütz Ansinnen
    leider einen “Bärendienst”.
    Auf neudeutsch würde man sagen : “kontraproduktiv”

    Weit nördlich vom Roten Meer flohen die Israeliten aus Ramses-Stadt in der
    Nähe des späteren Alexandria.
    Dort hatten sie als Sklaven gearbeitet und zogen nun den kürzesten Weg
    Richtung Ost-Südost.
    Eine Tsunami ähnliche Mittelmeerwelle vom Santorinausbruch hat das
    Suff trockne fallen lassen und die nachfolgende Wasserwand war dann für die Ägypter kathastrophal.
    -Das ist heute ozeano-archäologisch alles nachweisbar.

    Solche Lütz-Verbiegungen hat die christliche Botschaft über die
    Wunder Gottes wirklich nicht nötig.

  3. Von theolounge

    Gute Beschreibung der Wunderthematik. Die Himmelfahrt müsste meiner Meinung nach nicht unbedingt plausibel erklärt werden. Aber der Ausblick zur Quantenphysik ist sinnvoll, wenn auch nicht zwangsweise nötig. Aber man kann, wenn man länger über Quantenphysik und Urknall nachdenkt, an die Grenzen unserer Erkenntnisfähigkeit kommen. Was war vor dem Urknall. Und vor Allem: WARUM ist alles ?

Einen Kommentar schreiben