Autoren bloggen zu den aktuellen Themen und Debatten.
Streitbar, mutig, unbequem.

Erfahren Sie mehr über die Gedanken profilierter Sachbuchautoren zu den Themen unserer Zeit! Mehrmals die Woche veröffentlichen hier Meinungsbildner je einen Monat lang ihre Kommentare zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Debatten.

Joern Quitzau„Wer soll das bezahlen?“

Schulden ohne Ende?! Jörn Quitzau sagt: Es gibt Wege aus der Schuldenkrise.

Raus aus dem Euro?

Wie tief die Schuldenkrise bislang auch ging, ein Tabu wurde nicht angetastet: Der Zerfall des Euro. Inzwischen gibt es allerdings erste Presseberichte darüber, dass die Politik ihre strikte Haltung aufgibt und zumindest für Griechenland Austrittsszenarien entwickelt. Wenn es nach der Stimmungslage der deutschen Bevölkerung ginge, wäre Griechenland schon längst aus dem Euro-Club rausgeflogen. Doch wäre die Aufspaltung des Euro tatsächlich die lang ersehnte Lösung?

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Ist unsere marktwirtschaftliche Ordnung noch zeitgemäß?

In den Börsensälen herrscht Panik, vor den Börsen campiert die Occupy-Bewegung. Die Teilnehmer dieser Bewegung kritisieren nicht nur die Finanzmärkte, sie stellen auch das System, ja sie stellen unsere Wirtschaftsordnung in Frage. Ist unser System überhaupt noch zeitgemäß?

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Da haben wir den Salat: Italien in Not!

Jetzt ist es also soweit: Italien ist endgültig infiziert. Die Zinsen der italienischen Staatsanleihen steigen in atemberaubendem Tempo. Allein von Mitte August bis heute stieg der Zins für zweijährige Anleihen von 3,5% auf jetzt 7,5%. Dieser Anstieg ist keineswegs Ausdruck einer dramatischen Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage, sondern Ausdruck verloren gegangenen Vertrauens. Italien muss jetzt also horrende Risikoprämien zahlen, weil die Finanzmarktteilnehmer den Glauben an die politische Handlungsfähigkeit verloren haben.

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Strafe muss sein

Meine letzten Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen zur Schuldenkrise haben mir eines ganz deutlich gemacht: Die Deutschen erwarten, dass die Schuldigen zur Rechenschaft gezogen werden. „Strafe muss sein“ ist für viele unverzichtbarer Bestandteil einer guten Krisenbewältigung. Ich habe viel Sympathie für eine solche Sichtweise. Etwas vornehmer ausgedrückt ist es der Wunsch, das Prinzip der „Einheit von Handlung und Haftung“ wiederherzustellen. Wer sich verspekuliert – ob am US-Immobilienmarkt oder mit Griechenland-Anleihen –, der soll auch die Konsequenzen tragen. Gewinne im Erfolgsfall zu vereinnahmen und etwaige Verluste dem Steuerzahler aufzubürden, ist ganz sicher kein tragfähiges Konzept. Die falschen Anreize einer solchen Politik liegen auf der Hand.

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